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Plön Probsteier wehren sich
Lokales Plön Probsteier wehren sich
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00:17 09.03.2013
Von Astrid Schmidt
250 Zuhörer kamen zu der Info-Veranstaltung nach Probsteierhagen. Quelle: asc
Probsteierhagen

Denn an die 250 Menschen aus der ganzen Probstei waren der Einladung des SPD-Ortsvereins zu den „Hagener Schlossgesprächen“ gefolgt. Dr. Frank Nägele, Staatssekretär im Wirtschafts- und Verkehrsministerium, Friedrich Scheffer, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Kreis Plön, und Lukas Knipping von der Landesweiten Verkehrsservice-Gesellschaft (LVS) den Bürgern in einer rundum sachlichen Diskussion Rede und Antwort.

So erklärte Nägele auf die Frage nach dem Lärmschutz für Anwohner: „Es ist eine zugelassene Strecke, für die kein Rechtsanspruch auf Schallschutz besteht. Aber wir werden mit den Gemeinden und dem Kreis nach Lösungen suchen.“ Auf die massive Kritik an der Informationspolitik des Landes sagte Nägele: Das gesamte Verfahren befände sich derzeit in der Vorentwurfsplanung. „Wir gehen jetzt auf die Gemeinden und Ämter zu.“ Das sogenannte Planfeststellungsverfahren soll zum Frühjahr 2014 abgeschlossen werden, dann erst erfolge der eigentliche Baubeginn. Das ehrgeizige Ziel, Ende des Jahres 2014 den ersten Zug fahren zu lassen, sei voraussichtlich kaum zu erreichen, so Nägele. Auf die Sorge von Jochen Schneekloth-Plöger um die Sicherheit von Kindern sagte der Staatssekretär, man werde „die Strecke Meter für Meter abgehen“, es werde Sicherheitsmaßnahmen und, wenn notwendig, Tempolimits geben.

Viele Bürger wie Karl-Heinz Fahrenkrog, Konrad Gromke, Rolf Timm und Klaus-Robert Pfeiffer lehnten die Bahn erneut ab. Sie bedeute eine Verschlechterung für die Menschen in den fünf Ortsteilen, begründeten sie ihre Haltung. VKP-Chef Schepper räumte ein, die Taktung der Buslinie 200 und 201 von Schönberg nach Kiel werde um die Hälfte ausgedünnt. Zur vollen Stunde, so Schepper zu den zukünftigen Bus-Bahn-Fahrplänen, fahre der Zug, zur halben Stunde der Bus.

Die Bahn rechne mit einem Aufkommen von 1500 Fahrgästen pro Tag, erklärte Lukas Knipping. Er betonte mehrfach, dass die Finanzierung des 30 Millionen-Projektes aus Bundesmitteln erfolge, die Infrastruktur zumeist vorhanden sei und die Gemeinden nach dem Verkehrsfinanzierungsgesetz einen Zuschuss von 75 Prozent für den Bau von Haltepunkten, Parkplätzen und ähnlichem bekämen

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