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Probsteier wehren sich

Bahnstrecke Kiel-Schönberg Probsteier wehren sich

Die für 2014 vorgesehene Reaktivierung der 1981 eingestellten Bahnstrecke Kiel-Schönberg bewegt weiter die Probsteier. Das wurde am Mittwoch im Herrenhaus in Probsteierhagen sehr deutlich.

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Bedenken waren härter als Granit

250 Zuhörer kamen zu der Info-Veranstaltung nach Probsteierhagen.

Quelle: asc

Probsteierhagen. Denn an die 250 Menschen aus der ganzen Probstei waren der Einladung des SPD-Ortsvereins zu den „Hagener Schlossgesprächen“ gefolgt. Dr. Frank Nägele, Staatssekretär im Wirtschafts- und Verkehrsministerium, Friedrich Scheffer, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Kreis Plön, und Lukas Knipping von der Landesweiten Verkehrsservice-Gesellschaft (LVS) den Bürgern in einer rundum sachlichen Diskussion Rede und Antwort.

So erklärte Nägele auf die Frage nach dem Lärmschutz für Anwohner: „Es ist eine zugelassene Strecke, für die kein Rechtsanspruch auf Schallschutz besteht. Aber wir werden mit den Gemeinden und dem Kreis nach Lösungen suchen.“ Auf die massive Kritik an der Informationspolitik des Landes sagte Nägele: Das gesamte Verfahren befände sich derzeit in der Vorentwurfsplanung. „Wir gehen jetzt auf die Gemeinden und Ämter zu.“ Das sogenannte Planfeststellungsverfahren soll zum Frühjahr 2014 abgeschlossen werden, dann erst erfolge der eigentliche Baubeginn. Das ehrgeizige Ziel, Ende des Jahres 2014 den ersten Zug fahren zu lassen, sei voraussichtlich kaum zu erreichen, so Nägele. Auf die Sorge von Jochen Schneekloth-Plöger um die Sicherheit von Kindern sagte der Staatssekretär, man werde „die Strecke Meter für Meter abgehen“, es werde Sicherheitsmaßnahmen und, wenn notwendig, Tempolimits geben.

Viele Bürger wie Karl-Heinz Fahrenkrog, Konrad Gromke, Rolf Timm und Klaus-Robert Pfeiffer lehnten die Bahn erneut ab. Sie bedeute eine Verschlechterung für die Menschen in den fünf Ortsteilen, begründeten sie ihre Haltung. VKP-Chef Schepper räumte ein, die Taktung der Buslinie 200 und 201 von Schönberg nach Kiel werde um die Hälfte ausgedünnt. Zur vollen Stunde, so Schepper zu den zukünftigen Bus-Bahn-Fahrplänen, fahre der Zug, zur halben Stunde der Bus.

Die Bahn rechne mit einem Aufkommen von 1500 Fahrgästen pro Tag, erklärte Lukas Knipping. Er betonte mehrfach, dass die Finanzierung des 30 Millionen-Projektes aus Bundesmitteln erfolge, die Infrastruktur zumeist vorhanden sei und die Gemeinden nach dem Verkehrsfinanzierungsgesetz einen Zuschuss von 75 Prozent für den Bau von Haltepunkten, Parkplätzen und ähnlichem bekämen

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Reaktivierung der Strecke Kiel-Schönberg
Foto: Die Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Bahn Kiel-Schönberg (von links:) Konrad Gromke, Dagmar Hecht, Fred Schlaak, Karl-Heinz Fahrenkrog aus Probsteierhagen und Ulf Brandt aus Passade.

In 21 Minuten mit der Bahn von Probsteierhagen nach Kiel? Nein danke, sagten am Sonnabend rund 120 Probsteier. Sie gründeten in Probsteierhagen die Bürgerinitiative (BI) gegen die Reaktivierung der Bahnstrecke Kiel-Schönberg. Gefordert werden eine Bedarfsermittlung sowie Aussagen zu Schallschutz und Kosten für die Gemeinden. Die Emotionen schlugen hoch, mehrfach wurde eine „Diskussionskultur“ eingefordert.

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