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Zweiter Jugendlicher wurde festgenommen

Randale in Preetz Zweiter Jugendlicher wurde festgenommen

Nach den Steinewürfen auf eine Polizeistation und Beamte in Preetz hat die Polizei einen zweiten tatverdächtigen Jugendlichen vorübergehend festgenommen. Dieser sei am Donnerstag ergriffen worden, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit.

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Die Polizeistation Preetz befindet sich im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Einen anderen Jugendlichen hatte die Polizei direkt nach den Attacken in der Nacht zum Dienstag erwischt. Laut Staatsanwaltschaft Kiel dürfte den Jugendlichen vor allem Sachbeschädigung vorgehalten werden. Ob auch der Vorwurf der versuchten gefährlichen Körperverletzung gemacht werde, sei noch zu prüfen. Über das Alter und die Nationalität der Jugendlichen machte die Staatsanwaltschaft mit Hinweis auf die Schutzbestimmungen keine Angaben.

Wegen Beleidigungen, Bedrohungen und Körperverletzungen von offensichtlich immer denselben Jugendlichen hatte die Polizei die Innenstadt von Preetz im Mai 2017 zum "gefährlichen Ort" erklärt. Damit durfte sie ohne Anfangsverdacht einer Straftat oder einer konkreten Gefahrenlage Menschen anhalten, durchsuchen und Personalien feststellen. Erst Anfang April, also nach elf Monaten, hatte die Polizei diese Einstufung aufgehoben.

Marktplatz womöglich wieder gefährlicher Ort

Ob die Innenstadt erneut zum "gefährlichen Ort" erklärt werde, sei noch offen, sagte ein Polizeisprecher. Es sollen aber das Personal und die Streifenkontrollen erhöht werden, sagte der Leiter der Polizeidirektion Kiel, Thomas Bauchrowitz, am Freitag in Preetz.

Innenstaatssekretär Torsten Geerdts informierte sich ebenfalls am Ort über das Geschehen. Dabei betonte er seine Solidarität mit der Polizei und stärkte den angegriffenen Beamten den Rücken. Sie hätten sich vorbildlich verhalten und Beweismaterial noch am Tatabend sichergestellt. Gewalt gegen die Polizei dürfe nicht hingenommen werden. Laut Geerdts werden in Schleswig-Holstein jedes Jahr etwa 400 Polizeikräfte selbst Opfer von Gewalt.

Von dpa

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