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Plön Offensive für den Klimaschutz
Lokales Plön Offensive für den Klimaschutz
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17:56 06.03.2019
Von Anne Gothsch
Jörn Frederking (links) und Adolf Wiese konnten ihre Häuser von einem Energieberater kostenlos analysieren lassen und bekamen nun von Hagen Billerbeck (Zweiter von links) und Sven Gottwald (rechts) die Energieausweise mit einigen Modernisierungsempfehlungen überreicht. Quelle: Anne Gothsch
Rastorf

Seit Herbst 2018 erarbeitet eine Kieler Firma dieses Quartierskonzept. Am Dienstagabend präsentierte sie in einer Einwohnerversammlung ihre Bestandsaufnahme und Möglichkeiten der Energieeinsparung.
So hatten Hagen Billerbeck und Sven Gottwald von der Firma Treurat und Partner im Februar sämtliche Häuser im Ortsteil Rastorfer Passau in Augenschein genommen, um anhand optischer Merkmale wie Dach, Fenster, Außenfassade und weiterer Kriterien Rückschlüsse auf den geschätzten Energieverbrauch zu ziehen. Drei Hauseigentümer bekamen per Losverfahren die Chance, ihr Haus von einem Energieberater kostenlos analysieren zu lassen und mittels eines Energieausweises auch Empfehlungen für kostengünstige Modernisierungsmaßnahmen zu bekommen.

Einsparung durch Außenwanddämmung oder Solarthermie

Einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, müsse für den Einzelnen auch finanzierbar sein und sich innerhalb eines überschaubaren Zeitraums rentieren, betonte Billerbeck. Anhand von Beispielen erläuterten die beiden Berater etwa die Einspareffekte eines hydraulischen Abgleichs, einer Außenwanddämmung oder der Einbindung einer Solarthermieanlage und zeigten die dafür infrage kommenden Fördermöglichkeiten auf. Bei einem hydraulischen Abgleich, bei dem es im Kern darum geht, die Heizkörper in den einzelnen Räumen per Thermostat auf den tatsächlichen Wärmebedarf einzustellen, könnten auf herkömmliche Art durchschnittlich bereits acht Prozent Energie eingespart werden. Mit modernen Möglichkeiten, etwa einem Computerprogramm (Smart Home), wären sogar bis zu 30 Prozent und mehr möglich.

Diskussion um ein "Dörpsmobil"

Ein weiteres, teils kontrovers diskutiertes Thema war das Projekt eines strombetriebenen „Dörpsmobils“ oder eines Car-Sharing-Projektes. Während der Klimaschutzmanager des Kreises Plön, David-Willem Poggemann zu bedenken gab, dass ein lediglich lokal genutztes „Dörpsmobil“ nicht gefördert werden könne und deshalb auch ortsübergreifende Car-Sharing-Modelle geprüft werden sollten, favorisierten einige Teilnehmer eher die lokale Variante. „Das hätte auch eine soziale Komponente und könnte den Gemeinschaftssinn im Ort stärken“, hieß es in der Diskussion. Die Ermittlung des Bedarfes und der Ideen zur Umsetzung laufe hierzu noch, eventuell käme ein Verein als Träger infrage, erklärte Rastorfs Bürgermeister Thomas Haß.

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