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Plön Wanderweg bis zur Baumpflege gesperrt
Lokales Plön Wanderweg bis zur Baumpflege gesperrt
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12:31 11.08.2017
Von Silke Rönnau
Dieser schwere Ast war zwei Wochen nach der Sperrung des Wanderwegs heruntergestürzt. Quelle: Silke Rönnau
Rastorf

Eine größere Runde hat sich auf dem Weg eingefunden, der vom Gut Rastorf zum Denkmal führt. Ein rot-weißes Gatter versperrt den Durchgang, Radfahrer und Wanderer müssen einen Umweg nehmen. In der sogenannten Lindenallee, die allerdings nur eine Linden-Reihe auf der einen und andere Bäume auf der anderen Seite hat, habe man im vergangenen Jahr festgestellt, dass die Kronen zu groß seien und die Gefahr bestehe, dass Äste abbrechen, berichtet Bürgermeister Thomas Haß. Eigentümer der Fläche sei die Grafenfamilie zu Rantzau, die Gemeinde habe aber für den Weg im Rahmen der Schusteracht die Verkehrssicherungspflicht übernommen. Gemeinsam habe man beschlossen, die Linden zu köpfen. Doch da habe sich der Denkmalschutz eingeschaltet.

Angebot über 15.000 Euro

Ein spezialisiertes Unternehmen habe sich die 30 Linden angesehen und ein Angebot für eine denkmalgerechte Baumpflege in Höhe von rund 15.000 Euro abgegeben, erklärt Kreisdenkmalpflegerin Silke Hunzinger. „Das ist natürlich eine Menge Geld.“ Man könne aber Zuschüsse einwerben. Wenn man die Bäume kappe, würden sich die Verfaulungserscheinungen potenzieren und ihre Lebenserwartung sinken.

Beim Rückschnitt dürfen die Äste und Stämme laut Hunzinger nicht mehr als elf Zentimeter Durchmesser haben. „Bekommen wir dann wirklich die notwendige Entlastung?“, zweifelt Haß. Wenn man die langen Triebe drin lasse, habe er die Befürchtung, dass beim nächsten Sturm wieder etwas abbreche. Landschaftsarchitekt Holger Muhs erklärt, dass man ohnehin erst auf den Hubsteiger müsse, um sich ein genaues Bild machen zu können.

Baumpflege in zwei Phasen

Karl-Friedrich Jung von der Forstverwaltung Lehmkuhlen macht schließlich den Vorschlag, die Baumpflege zu entzerren und in zwei Phasen anzugehen. Zunächst sollte zeitnah das Totholz herausgeholt werden, danach könnte man den Weg freigeben. „Und den Rest können wir angehen, wenn die Mittel zur Verfügung stehen.“ Mit diesem Vorschlag können sich alle anfreunden.

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