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Finn Fuhrmann aus Sepel Schnellrechner vom Dienst

Das kleine Einmaleins stellt Finn Fuhrmann (10)  nicht vor große Herausforderungen. Der Grundschüler aus Sepel beschäftigt sich lieber mit den Rätseln der höheren Mathematik. Im Wettbewerb Pangea bewies der Rechenkünstler seine Fähigkeiten und errang nach dem Sieg auf Landesebene den zweiten Platz im Bundesfinale.

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 Der zweitplatzierte Viertklässler im Finale des deutschen Pangea-Mathmatikwettbewerb, Finn Fuhrmann, rechnet eine der Prüfungsaufgaben vor und erklärt, warum das Fragezeichen durch eine Vier ersetzt werden muss.

Quelle: dsn

Ascheberg/Nehmten. „Die Abschlussprüfungen in Berlin bestanden aus zwei Teilen“, erinnert sich der Viertklässler, der die Grundschule Vogelsang in Ascheberg besucht. Dort wird das besondere Talent des Schülers in einer Mathe-AG von Lehrer Torben Andritter besonders gefordert und gefördert. Einmal pro Woche treffen sich insgesamt 18 Schüler, um anspruchsvollere Aufgaben zu meistern. „Bei der Suche nach der richtigen Lösung geht es weniger um das eigentliche Rechnen als vielmehr um das logische Denken“, betont Andritter.

Als Beispiel steuert Finn ein Bilderrätsel aus dem Finale bei: „In einem Fünfeck steht die Zahl 8, daneben die 59. Ein Viereck umrahmt die 5, daneben die 21. Ein Dreieck mit einer 4, daneben die 13. Welche Zahl muss nun neben einer eingekreisten 2 stehen?“ Fünf mathematische Denksportaufgaben von diesem Kaliber musste Finn in 45 Minuten schriftlich lösen. Hinzu kamen drei weitere Fragen, die der Schüler auf offener Bühne hinter einem Glaspult stehend mit elf weiteren Teilnehmern vor großem Publikum beantworten musste. „Aufgeregt war ich nicht. Ich musste mich ja auf die Lösung der Aufgaben konzentrieren“, erklärt Finn.

Und das schaffte er mit Bravour. So habe er in einem Fall das richtige Ergebnis trotz einer Bedenkzeit von eineinhalb Minuten bereits nach fünf Sekunden eingeloggt, berichtet er nicht ohne Stolz. Und vielleicht sei es auch diese Geschwindigkeit, die ihm den zweiten Platz in seiner Klassenstufe bescherte.

Privat interessiert sich der junge Mathematiker vor allem für große Schiffe, insbesondere für die Containerriesen wie die „Alexander von Humboldt“ oder die „Marco Polo“, die er bereits im Hamburger Hafen bewundert hat. Einer der Gründe seien vielleicht die Zahlenspiele, wie man Nutzlast und Anzahl der Container berechnen könne, vermutet Andritter. Aber auch für den Heimat- und Sachkundeunterricht sowie für Sport weiß sich Finn zu begeistern, sofern er keine Rätsel knackt.

Die Antwort auf die oben gestellte Frage ergibt sich übrigens aus einer logischen Reihe: Die eingerahmten Zahlen wurden jeweils mit sich selbst multipliziert, von diesem Quadrat wurde dann die Anzahl der Ecken des umgebenden Vielecks subtrahiert. „Und 2 mal 2 minus 0 ist gleich 4“, rechnet Finn sein Einmaleins vor. Hätten Sie’s gewusst?

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