Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Plön Initiative für Ausflugsfahrten
Lokales Plön Initiative für Ausflugsfahrten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 09.03.2015
Von Thomas Christiansen
Hoffen, dass bald wieder Schiffe an der Seebrücke anlegen: Wilfried Zurstraßen und Antje Klein. Quelle: Thomas Christiansen
Schönberg

Fraktionsvorsitzende Antje Klein bereitet eine Resolution vor, die sie in der Gemeindevertretung einbringen will. Darin sollen die Bundestagsabgeordneten der Region um Hilfe bei einem Appell an das Bundesverkehrsministerium gebeten werden. Ziel ist, dass die Kieler Außenförde ähnlich wie inzwischen bereits das gesamte niederländische Wattenmeer als Binnengewässer der Zone 2 eingestuft wird. Dann könnten dort wieder Schiffe ohne Einhaltung der strengen Sicherheitsanforderungen fahren. Auch Bürgermeister Dirk Osbahr sagte bereits seine Unterstützung für die Initiative zu und regte an, die Organisation Rahmenplan Kieler Förde einzubinden.

 Entstanden ist die Idee dazu beim letzten Stammtisch des SPD-Ortsvereins. Dort hatte der Vorsitzende Dieter Schimmer als Gast Ansgar Stalder, Betriebsleiter der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) begrüßt, der noch einmal erklärte, warum die „Heikendorf“ seit dem Sommer 2013 nicht mehr in Schönberg anlegen darf. Die neuen Sicherheitsstandards der EU verlangen für Fahrten außerhalb der Binnengewässerzone (die derzeit auf Höhe Laboe/Bülk endet) unter anderem Fenster mit besonderer Festigkeit und eine Brandschutzausstattung mit Sprinkleranlage. Die notwendige Umrüstung würde rund 300000 Euro kosten und wäre für die SFK nicht tragbar, erklärte Stalder.

 „Im Sommer sind diese verschärften Sicherheitsvorkehrungen dort nicht notwendig“, meint Wilfried Zurstraßen. Der ehemalige Bürgermeister will auch als Mitglied des Wirtschaftsausschusses im Kreistag entsprechend tätig werden. Die SPD-Kreistagsfraktion hat das Thema bereits auf der Tagesordnung. „Wir müssen Unterstützer ins Boot holen“, sagt Zurstraßen, der auf eine „möglichst breite Allianz“ über Parteigrenzen hinweg hofft.

 Das Frühlingswetter habe am Sonntag dazu geführt, dass die Seebrücke intensiv als Flaniermeile genutzt wurde, sagt Zurstraßen, doch „die Attraktivität der Seebrücke steht und fällt mit der Nutzung durch Schiffe“. Profitieren von einer Änderung der Zonen-Einteilung wie die Holländer dies bereits erreicht haben, würde seiner Ansicht nach nicht nur der Tourismus in Schönberg, sondern auch der in Kiel, Eckernförde, Damp und Kappeln – und in Wendtorf, wenn dort die Fahrrinne ausgebaggert ist.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige