Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Plön Drei Bürgermeister saßen in einer Klasse
Lokales Plön Drei Bürgermeister saßen in einer Klasse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 07.11.2018
Von Silke Rönnau
Die Bürgermeister Ulrike Raabe (von links), Sabine Tenambergen und Hans-Joachim Lütt gehörten vor 50 Jahren zu den ersten Schülern im Neubau der Schule Selent. Quelle: Silke Rönnau
Selent

Die drei Mittfünfziger, die an diesem Tag noch einmal auf den kleinen Stühlen in der Grundschulklasse Platz nehmen, denken gern an die Schulzeit zurück. Sie sei damals in der zweiten Klasse fast ein Jahr krank gewesen und habe es nur ihrer Klassenlehrerin Frau Dohrmann zu verdanken, dass sie in die dritte Klasse versetzt worden sei, erzählt die Martensrader Bürgermeisterin und Amtsvorsteherin Ulrike Raabe. 

Die Selenter Bürgermeisterin Sabine Tenambergen hat ein Foto der Klasse mitgebracht. 27 Kinder seien sie damals gewesen. Gemeinsam erinnern sie sich, wie sie akribisch die Schönschrift lernen mussten, oder an den damals unkonventionellen Musikunterricht, zu dem der Lehrer die Gitarre mitgebracht hatte.

Um 6.30 Uhr mit dem Bus gefahren

Hans-Joachim Lütt, Bürgermeister in Fargau-Pratjau, musste schon um 6.30 Uhr mit dem Bus aus Grabensee fahren. Auch heute kommen viele Kinder weit vor Unterrichtsbeginn in die Schule – entweder weil die Busse so früh fahren oder die berufstätigen Eltern schon aus dem Haus müssten. Man biete deshalb eine Betreuungszeit montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr und freitags von 7 bis 14.30 Uhr an, erklärt Schulleiter Roland Reimer.

"Ich war zu brav für Anekdoten"

Können sich die drei Bürgermeister an Streiche erinnern, die sie den Lehrern gespielt haben? „Ich war eher die ganz Ruhige“, meint Ulrike Raabe schmunzelnd. Auch Sabine Tenambergen lacht: „Ich war zu brav für Anekdoten.“ Nur Hans-Joachim Lütt gesteht, dass sie zum Beispiel mal die Tür ausgehängt und wieder angelehnt hatten, sodass der Lehrer im wahrsten Sinne des Wortes mit der Tür ins Klassenzimmer fiel. Er war zehn Jahre lang auf der Schule.

Mehr Achtung vor den Lehrern

Es sei aber eine andere Zeit als heute gewesen, stellt er fest: „Alle Probleme haben die Lehrer mit den Kindern direkt geregelt. Und wenn wir was ausgefressen hatten, hat der Direktor das mit uns und nicht mit den Eltern besprochen.“ Die Achtung vor den Lehrern sei früher größer gewesen.

Ausflug mit allen Schülern

Zum Jubiläum wollte das Leitungsteam der Schule etwas Besonderes anbieten. „Wir waren im September mit allen 253 Schülern im Selker Moor – die älteren Schüler über drei Tage, die dritten und vierten Klassen über zwei Tage und die ersten und zweiten Klassen als Tagesbesuch“, erzählt Heike Merckens. Dazu gab es für alle ein blaues Schul-T-Shirt.

50-Jahr-Feier in der Selenter Schule
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet in Schönkirchen ist beschlossene Sache. In ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Mitglieder des Bauausschusses und im Anschluss die Gemeindevertreter mehrheitlich für den Bebauungsplan-Nr. 44 „Erweiterung Gewerbegebiet Söhren V“.

Nadine Schättler 06.11.2018

Seit acht Jahren gibt es die Fahrradstraße im Schwebstöcken in Preetz. Doch viele Autofahrer kennen die Regeln nicht. Nachdem sich Radfahrer bei der Stadtverwaltung beschwert und brenzlige Situationen geschildert hatten, beschlossen Stadt und Polizei eine gemeinsame Kontrolle.

Silke Rönnau 06.11.2018

Seit 22 Jahren liefern die beiden Anlagen des Windparks Fiefbergen Strom. Jetzt hoffen die Eigentümer auf ein Repowering, doch weil die damals beim Bau direkt daneben verlangte Ausgleichsfläche heute als Wald gilt, sind die Flächen nicht mehr für Windkraftnutzung vorgesehen.

Thomas Christiansen 06.11.2018