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Plön Das Wetter nagt am Schmoeler Hexenstein
Lokales Plön Das Wetter nagt am Schmoeler Hexenstein
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16:01 01.06.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Die Witterung hat den Hexenstein schon nach einem Jahr stark zugesetzt. Die Oberfläche der gebrannten Ziegel ist teilweise abgeplatzt. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Schwartbuck

„Die vielen Abplatzungen waren am Anfang ein erschreckender und schmerzhafter Anblick“, sagt Koberstein. Er mute bereits jetzt an, als ober er schon 330 Jahre dort stünde. Der Künstler aus Giekau hatte mit einer Anfälligkeit des Materials gerechnet. Beim Brennen der 1200 Tonziegel im Juni 2017, die in Form einer Kuppel gemauert sind, fehlte eine dicke, isolierende Schicht aus Keramikwolle. Sie hätte die Hitze besser gehalten, die Steine wären härter ausgebrannt. Aber den Luxus konnte sich die Gruppe nicht leisten. Kein Geld. Die Erbauer des Hexensteins hatten zwar eine Schutzhülle beim Brand um das Mahnmal gelegt, aber die war zu dünn und ging früher kaputt als erwartet.

Chemie macht die Tonziegel wasserabweisend

So schlimm das schlechte Wetter den Hexenstein zusetzte, so sehr hilft nun die Sonne, die Schäden im Zaum zu halten. Das warme Wetter nutzten Koberstein und seine Mitstreiter, um ein Bindemittel für Mineralien auf die Steine zu bringen. Dafür müssen die Steine staubtrocken sein. „Der Schmoeler Hexenstein hat das Labsal aus unseren Pinseln verschlungen“, sagt Koberstein. Die Substanz verringert die Fähigkeit des Steins, Wasser aufzusaugen, und erhöht damit die Frostsicherheit. Die Prozedur wird noch einmal wiederholt.

Notfalls die Kuppel mit Sand auffüllen

Aber schon jetzt ist Koberstein mit dem Ergebnis zufrieden. Und die Lebensdauer des Hexensteins? Bis zum Lebensende aller Helfer dürfte er wohl halten, so der Bildhauer. Im Notfall könne man das Innere mit Sand auffüllen und den Einsturz der Kuppel verhindern.

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