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Plön Stremlau wird Bürgermeister
Lokales Plön Stremlau wird Bürgermeister
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09:49 17.03.2014
Von Andrea Seliger
Michael Stremlau hat sich im ersten Wahlgang durchgesetzt. Quelle: Sonja Paar
Schwentinental

„Ich freue mich riesig, dass ich es im ersten Wahlgang gepackt habe“, sagte der siegreiche Kandidat anschließend und zeigte sich dankbar für das große Vertrauen, das ihm entgegengebracht werde.

„Ich hätte es mir anders gewünscht, aber ich respektiere das Ergebnis. Ich werde dafür sorgen, dass es eine faire und ordnungsgemäße Übergabe geben wird“, erklärte Susanne Leyk. Malte Schwarten, der ohnehin nicht als Favorit gegolten hatte, freute sich dennoch, dass Schwentinental einen neuen Bürgermeister bekommt – und er werde es später noch einmal probieren. Mit erst 27 Jahren habe er dazu noch häufiger Gelegenheit.

Michael Stremlau (57), Leiter des Kieler Jobcenters, hat die Bürgermeisterwahl in Schwentinental im ersten Wahlgang gewonnen. Er erhielt 53,3 Prozent der Stimmen.

Die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen wurden im Bürgersaal des Rathauses übertragen. Alle Kandidaten, viele Stadtvertreter und zahlreiche Bürger hatten sich dort versammelt und starrten gebannt auf die Leinwand, auf der etappenweise die Zahlen einliefen. Erwartungsgemäß war die Wechselstimmung im Ortsteil Klausdorf besonders groß – dort lag Leyk nur wenige Prozent über dem Klausdorfer Malte Schwarten. Im Ortsteil Raisdorf konnte Leyk dagegen stärker punkten, doch am Ende reichte es nicht einmal zur Stichwahl.

Der Jubel über Stremlaus Ergebnis kam vor allem von den Stadtvertretern – zwar hatten ihn nur SPD und SWG offiziell als Kandidaten vorgeschlagen, fünf von sechs politischen Kräften des Gremiums hatten sich jedoch für ihn ausgesprochen. Die Mehrheit der Stadtvertretung liegt im Dauerstreit mit Susanne Leyk, das Abwahlverfahren 2012 hatte Leyk nur mit 25 Stimmen Vorsprung gewinnen können. Vor allem die Klausdorfer hatten sie schon damals loswerden wollen.

„63 Prozent der Wähler wollten einen neuen Bürgermeister“ bilanzierte SPD-Fraktionschef Volker Sindt – zufrieden darüber, dass sich 53 Prozent davon für „seinen“ Kandidaten entschieden hatten. „Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt“, sagte Uwe Bartscher (SWG). Der CDU-Ortsvorsitzende Yavuz Yilmaz sagte: „Ich hoffe mit dem neuen Bürgermeister auf den Neustart, den letzten Endes alle Parteien gewollt haben“. Erfreut äußerten sich auch die Vertreter von Grünen und FDP; nur die WIR hatte Amtsinhaberin Leyk unterstützt.

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