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19:28 18.01.2015
Von Andrea Seliger
Jonas Wuttke bewirbt sich mit seinem Film "Reaktion" bei der Filmhochschule München. Quelle: Jonas Wuttke
Schwentinental

„Reaktion“ heißt das fünf Minuten lange Werk, das ein Gespräch am Ende einer Beziehung zeigt. Es ist gleichzeitig Jonas Wuttkes Bewerbung für die Filmhochschule München. „Das vorgegebene Thema war: „Das verratene Geheimnis“. Ich hatte schnell die Idee, daraus eine Affäre zu machen“, erzählt er. Gedreht wurde an zwei Tagen mit Hilfe von Freunden im Vereinsheim des Tennisclubs Klausdorf. „Die früheren Filme haben wesentlich länger gedauert“, so Wuttke, was auch daran gelegen habe, dass sie dafür unterschiedliche Drehorte hatten und auf Terminabsprachen mit anderen angewiesen waren.

 Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt „Hilflos“, der erste Kurzfilm, den Wuttke gemeinsam mit seinem Schulfreund Tim Düsterhöft drehte und der Mobbing zum Thema hatte. Beim zweiten Film, Ich bin hier, ging es darum, was eine Person im Koma wahrnimmt. „Mach doch mal einen fröhlichen Film“, bekam er anschließend zu hören. Doch es sei interessanter, wenn man auf eher verdrängte Themen aufmerksam machen könne.

 Der Schulabschluss am Gymnasium in Kiel-Wellingdorf steht nun bevor. Danach will Jonas Wuttke ganz auf Film setzen. Er bereitet seine Bewerbung an mehreren Hochschulen vor. Dabei kann er neben den Kurzfilmen auch schon auf einige kleine Auftragsarbeiten verweisen, zwei Drehbücher für Spielfilme hat er ebenfalls fertig. Auf seiner Internetseite www.pianofilms.de kann man Ausschnitte davon lesen. Der Name verrät ein weiteres Hobby: Jonas Wuttke spielt Klavier, für einen Teil seiner Filme hat er auch die Musik selbst geschrieben. Und seine Filmausrüstung hat er sich zum Teil mit Tennisunterricht verdient.

 Drehbuchschreiben, Kameraführung, Schnitt, Regie – das meiste hat sich Jonas Wuttke selbst beigebracht. In der Schule habe es einmal eine Unterrichtseinheit Film gegeben, berichtet er, doch er lerne vor allem durch Beispiele. Sein großes Vorbild ist der Regisseur Christopher Nolan. „Na klar habe ich Träume“, sagt er über seine Zukunft. Einer davon: „Irgendwann einen großen Spielfilm drehen.“

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