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Plön Ihr Roboter erkennt verfaultes Obst
Lokales Plön Ihr Roboter erkennt verfaultes Obst
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07:01 13.06.2018
Von Anja Rüstmann
Simon Kobel (10, von rechts), Rene Saggau (11) und Trainer Geord Klaus dürfen ihren selbst gebauten und programmierten Roboter beim Deutschlandfinale der World Robot Olympiad in Passau starten lassen. Quelle: Anja Rüstmann
Kalübbe

Klingt nicht wirklich einfach. Und dann haben der Kalübber und der Belauer bei der Schleswig-Holstein-Auswahl auch noch den zweiten Platz erstritten. Am Wochenende lassen sie ihren Roboter beim Deutschlandfinale der World Robot Olympiad in Passau fahren.

Als Team heißen sie Technik-Tüftler, das steht auch auf ihren T-Shirts. Dem Roboter haben sie keinen Namen gegeben. Der soll einfach nur funktionieren. Aber wie? Die beiden Grundschüler haben das im Jugendzentrum Trappenkamp gelernt. Dort tüfteln sie gemeinsam mit ihrem Trainer Georg Klaus. Der Industriemeister der Fachrichtung Nachrichtentechnik baut beruflich medizinische Geräte. Beim Jugendzentrum engagiert er sich ehrenamtlich. „Das liegt mir zu 100 Prozent“, erzählt er. „Ich arbeite gerne mit Kindern.“

Simon und Rene liegt es aber auch. Zur Demonstration starten sie den Roboter auf dem drei Quadratmeter großen Parcours, er blinkt grün, es kann losgehen. Auf einer schwarzen Linie bewegt er sich zielsicher und sammelt ein blaues Legogebilde ein. Blau bedeutet verfaultes Obst, das bringt der Roboter einer der schwarzen Linien folgend zum Feld „Biogasanlage“. Die Klappe fällt, die „Obstkiste“ wird platziert. Zwei Minuten hat das Legofahrzeug Zeit, möglichst viele Obstkisten richtig zu verteilen. Rote kommen in den Supermarkt, gelbe in die Fabrik, grüne in den Reiferaum.

Der dreirädrige Lego-Roboter arbeitet mit einem Reflexions-Sensor und tastet sich deshalb auf der schwarzen Straße entlang. Farbsensoren erkennen, um welche Sorte Obstkiste es sich handelt. Und der Rest ist eine Frage der Programmierung. Beim Landesentscheid haben sie den zweiten Platz erreicht, obwohl von den vier Läufen drei gar nicht gewertet werden konnten. „Der Roboter drehte sich kurz nach dem Start nur noch“, erzählen die Jungs. Letztlich lag es an zwei Kabeln. Im vierten Lauf lief dann alles wie geschmiert.

„Beim Wettkampf darf ich keine Tipps geben“, sagt Coach Klaus. Die Jungen müssen den Fehler selber finden. Da sie aber beide gerne tüfteln, klappte es und sie holten sich die Fahrkarte zum Deutschlandfinale in Passau.

In ihrer Altersklasse treten 21 Teams an. „Wir hoffen, wir machen einen guten Platz“, sagt Klaus. Die ersten drei Teams fliegen dann nach Thailand... Schließlich ist die World Robot Olympiad ein internationaler Roboterwettbewerb, der Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft und Technik begeistern möchte.

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