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Plön Schräge Vögel aus dem Ofen
Lokales Plön Schräge Vögel aus dem Ofen
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12:00 15.03.2015
Von Anne Gothsch
Ragnhild und Gerd Plöger sind selbst sehr gespannt, wie die Keramikstücke nach dem Premieren-Brand mit dem selbstgebauten Raku-Ofen aussehen. Quelle: Anne Gothsch
Martensrade

„Der erste Brand muss natürlich mit einem Schnaps begossen werden, das ist gute alte Töpfertradition“, sagte Töpfermeisterin Ragnhild Plöger und füllte selbstgefertigte Likörbecher mit Rhabarberschnaps aus eigener Herstellung, um mit den Besuchern auf den erfolgreichen Brand anzustoßen.

 Auch zum 10. Tag der offenen Töpferei, an dem sich landesweit 26 Keramikwerkstätten beteiligten, waren am Wochenende zahlreiche Gäste in die Töpferei im Martensrader Ortsteil Grabensee gekommen. Darunter waren etliche Stammgäste, die sich selbst schon mit diversen Kunstwerken im Garten der Plögers verewigt haben. Denn jedes Jahr lädt das Töpferehepaar die Gäste dazu ein, selbst kreativ zu werden und unter einem bestimmten Thema ein keramisches Gemeinschaftsobjekt mitzugestalten.

 Schräge Vögel lautete diesmal das Thema, und Ragnhild Plöger hatte am Morgen bereits eine Grundskulptur vorbereitet, die von den Besuchern mit eigenen Vogelfiguren bestückt werden konnte. Magdalena und ihre Mutter Monika Dronka aus Schönkirchen ließen sich nicht lange bitten und modellierten aus grauen Tonklumpen mit flinken Händen kleine Figuren. „Wir töpfern hin und wieder mal zu Hause, haben auch einen kleinen Brennofen“, erklärte Magdalena das geübte Herangehen.

 „Alle Gemeinschaftsobjekte finden einen schönen Platz im Garten, sodass sich die Mitwirkenden ihre Kunstwerke auch später immer mal wieder anschauen können“, berichtete Gerd Plöger und zeigte auf die Skulptur mit den vielen Fischen, die 2010 entstanden ist, oder auf die witzigen kleinen Froschfiguren, die im zurückliegenden Jahr zum Thema Froschkonzert modelliert worden waren.

 „Den Tag der offenen Töpferei nutzen inzwischen viele Besucher, um gleich mehrere Werkstätten zu besuchen. Manche sind auf der Suche nach einem besonderen Stück für die eigene Wohnung oder zum Verschenken, andere wollen selbst etwas gestalten oder interessieren sich für die einzelnen Arbeitsschritte des Kunsthandwerks“, berichtete Gerd Plöger, der den Tag in Schleswig-Holstein organisiert.

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