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Preetzer beklagen fehlenden Respekt

Umfrage zu Randale Preetzer beklagen fehlenden Respekt

Mit Ärger und Unverständnis reagierten Preetzer Bürger bei einer kleinen Umfrage auf die Angriffe von zwei jugendlichen Steinewerfern auf die örtliche Polizeistation. Ein unsicheres Gefühl haben die meisten aber nicht, wenn sie durch die Innenstadt gehen.

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Madeleine Schmalz (17): „Ich finde es blöd, dass jetzt alle Jugendlichen über einen Kamm geschoren werden.“

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. „Ich finde das unmöglich, das wäre uns damals nicht eingefallen“, kommentierte Jens-Peter Herzberg (61) die Steinwürfe. „Wir hatten noch Respekt vor der Polizei.“ Der scheine heute ja verloren gegangen zu sein. „Sieht so aus, als ob die Jugend nicht ausgelastet wäre.“ Er fühle sich aber nicht unsicher, wenn er einkaufen gehe.

Es fehlen Angebote für Jugendliche

Sie habe über die Kieler Nachrichten und aus den sozialen Netzwerken von dem Vorfall erfahren, erzählt Svenja Schlüter (30): „Ich finde es schlimm. Dass das nottut, in einer eigentlich ruhigen Kleinstadt, Steine auf Menschen zu werfen...“, rätselt die 30-Jährige über die Motive. Es fehle an Angeboten, und man müsse mehr publik machen, was es schon alles gebe, schlägt sie vor. Angst habe sie nicht: „Mir ist noch nichts passiert.“

Victor Warkentin berichtet, dass sie gar nicht so viel mitgekriegt hätten. „Kein Grund, Panik zu kriegen“, meint der 34-Jährige. Wo sie ursprünglich herkämen, aus der Nähe von Hannover, sei es schlimmer. „Ich finde es schon hart, was hier abgeht“, gesteht dagegen Annelene Voß (62). Gerade am Freitagabend sei schon wieder jemand an der Tankstelle zusammengeschlagen worden.

Mulmiges Gefühl

„Wir überlegen uns schon, ob wir abends noch mal weggehen oder nicht“, meint Rüdiger Nebendahl (55). Ein mulmiges Gefühl sei durchaus da. „Ich hätte nicht gedacht, dass so was passieren kann hier in Preetz. Ich hätte eher gedacht, hier ist noch eine heile Welt.“

Die 17-jährige Madeleine Schmalz verweist darauf, dass es nur eine bestimmte Problemgruppe sei. „Ich finde die Reaktion blöd, dass jetzt alle Jugendlichen über einen Kamm geschoren werden“, bedauert sie. Man wisse genau, von wem man sich fernhalten müsse. „Es gibt Jugendgruppen, mit denen man nichts zu tun haben möchte.“

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Umfrage zu den Steinwürfen auf die Polizeistation Preetz

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