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Plön Wie das Badeleben in Laboe begann
Lokales Plön Wie das Badeleben in Laboe begann
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20:24 04.09.2018
Von Thomas Christiansen
Wo später das Restaurant Aukrug und dann das El Meson Playa standen, war Anfang des 20. Jahrhunderts die erste Laboer Badeanstalt. Quelle: Archivgruppe Laboe
Laboe

Es hat lange gedauert, bis die Menschen Spaß an Strand und Baden im Meer fanden. „Man hat die Küsten und das Ostseewasser gemieden“, sagt Heller. Man sprach von der „grausamen, tosenden See“. Schwimmen konnte damals ohnehin kaum jemand. Die ersten Badegäste taten später alles, um ja nicht in Kontakt mit dem Meeresboden zu kommen. Heller will einen Eindruck vermitteln von jener Zeit, „in der wesentliche Weichen gestellt wurden, dass sich Laboe von einem etwas verschlafenen, aber auch idyllischen Bauern- und Fischerdorf zu einem attraktiven Seebad entwickeln konnte“.

Volkmar Heller und seine Kollegen Peter Dittmer und Klaus Schnoor beschäftigen sich seit knapp neun Jahren als Laboer Archivgruppe mit der Vergangenheit des Ortes. Gemeinsam mit dem Mann-Experten Uwe Naumann haben sie wie berichtet die Doppelausstellung „Die Manns und das Meer“ und „Badeleben zur Kaiserzeit“ erarbeitet, die noch bis zum 9. September im Freya-Frahm-Haus in Laboe, Strandstraße 15, zu sehen ist. Dort wird Heller auch heute ab 19 Uhr über das „Badeleben zur Kaiserzeit in Laboe“ sprechen und dabei viele historische Bilder und Postkarten zeigen.

Auf die Zeit um die Jahre 1870/75 datiert Heller den Beginn des Badelebens in Laboe. Damals gab es in Laboe noch kaum Häuser und keine Infrastruktur. „Hinter der Strandstraße war alles Sumpf, Wiese oder Weide“, sagt Heller. Als Robert Höpfner Anfang des 20. Jahrhunderts Bürgermeister in Laboe werden wollte, warb er dafür, eine kleine Badeanstalt am Strand einzurichten, in der man sich gegen Gebühr umkleiden konnte.

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