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Plön Anja Funk ist plötzlich Bürgermeisterin
Lokales Plön Anja Funk ist plötzlich Bürgermeisterin
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18:00 13.06.2018
Von Silke Rönnau
Anja Funk ist die neue Bürgermeisterin in Schlesen. Gleich an ihrem ersten Amtstag musste sie einige Angelegenheiten in der Amtsverwaltung regeln. Quelle: SiIke Rönnau
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Schlesen

Dabei hatte alles nach einer Wiederwahl von Harländer ausgesehen. Die CDU hatte zwar bei der Kommunalwahl mit vier Sitzen einen mehr als die SPD gewonnen, doch die AUWGS mit zwei Mandaten hatte signalisiert, den bisherigen Bürgermeister weiter zu unterstützen.

Nach der geheimen Wahl hatte jedoch Anja Funk mit fünf zu vier Stimmen vorne gelegen. Die SPD bat danach um eine Sitzungsunterbrechung. Anschließend teilte sie mit, dass sie die Abweichlerin Kristin Pries aus der Fraktion ausschließt. Diese wechselte daraufhin zur CDU-Fraktion, berichtete Amtsleiter Manfred Aßmann, der in der turbulenten Sitzung Protokoll führte.

Anja Funk weist Vorwürfe zurück

„Ich hatte gar nicht mit diesem Wahlergebnis gerechnet“, zeigte sich Anja Funk am Tag darauf noch überrascht. Aufgrund der vielen Stimmen, die sie bei der Kommunalwahl erhalten habe, habe sie sich verpflichtet gefühlt, als Gegenkandidatin anzutreten. Sie wies die Vorwürfe, die CDU habe Anteil an dem Vorgehen, deutlich zurück: „Wir haben vorher keine Absprachen getroffen.“ Sie wünsche sich trotz des Ärgers eine gute Zusammenarbeit.

Auch Kristin Pries betont, dass sie vorher keine Gespräche mit der CDU geführt habe. „Ich habe eine persönliche Entscheidung getroffen“, sagte sie. Dazu habe auch beigetragen, dass Harländer sie zuvor unter Druck gesetzt habe.

Harländer kritisiert "Art und Weise"

Der ehemalige Bürgermeister reagierte tief enttäuscht: „Vor allem über die Art und Weise“, sagte er. Es habe Erst am Tag vorher habe er einen Tipp bekommen, dass Kristin Pries eine Wackelkandidatin sei. Daraufhin habe er sie noch persönlich aufgesucht, sie habe aber ausweichend geantwortet.

Er wolle trotz seiner Enttäuschung sein Mandat in der Gemeindevertretung behalten. „Wir arbeiten doch alle für die Gemeinde“, betonte er. Natürlich werde man sich auch in die Ausschussarbeit einbringen, auch wenn die SPD und die AUWGS aus Protest gegen das Verhalten der CDU keinen Vorsitzenden stellen wollten.

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