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Wer kann den VfB noch retten?

Behrensdorf Wer kann den VfB noch retten?

Im 40. Jahr seines Bestehens kämpft der Verein gegen seine Auflösung. Nur neun Mitglieder plus Vorstand erschienen noch zur Mitgliederversammlung. Die letzte Hoffnung der Verantwortlichen: Es muss ein Ruck durch Behrensdorf geben.

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Kaum ein Vorsitzender eines Sportvereins im Kreis Plön steht vor so großen Herusforderungen wie Michael Müller vom VfB Behrensdorf. Er muss den Verein retten.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Behrensdorf. Der neue Vorsitzende Michael Müller hat Galgenhumor. „Rekordteilnahme“ sagte er in die Runde. Letztes Jahr kamen nur zwei Mitglieder zu der Sitzung. Müllers Wahl an die Spitze war ein Symptom für den Zustand des Vereins. Der 39-Jährige war bisher Stellvertreter, übernahm aber die Amtsgeschäfte für den im Frühjahr 2017 zurückgetretenen Hans-Jürgen Schrubba. Dumm nur: Mit Müller gibt es zwar wieder einen Vorsitzenden, aber es fand sich kein Stellvertreter. Der Zustand des VfB ist bedenklich. Nur noch 150 Mitglieder gehören dazu. In den besten Zeiten waren es über 300. Von den Fußballmannschaften ist nur ein Senioren-Team und eine D-Jugend übrig geblieben. Und das auch nur, weil man eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Lütjenburg eingegangen ist. Der Vorstand hatte sich im Vorwege der Mitgliederversammlung bereits einstimmig für eine Auflösung ausgesprochen. Ein Beschluss, den die wenigen Anwesenden respektierten und teilten.

Ruck-Rede von Reiner Scheff

Die Wende in der Stimmung brachte ausgerechnet ein Gast: Fußballtrainer Reiner Scheff von TSV Lütjenburg. In seinen flammenden Grußworten riet er den Behrensdorfern, „niemals“ ihren Verein aufzulösen. Auch das Fußballteam in Lütjenburg habe große Probleme gehabt, sei aber dank der Initiative von erfahrenen, älteren Mitgliedern wieder aus dem Tief herausgekommen. Die Ruck-Rede von Rainer Scheff gab einen Motivationsschub. Der Vorstand wird sich auf den Weg machen, um ebenso engagierte Personen zu finden, die den Verein mit neuen Ideen und aus der Krise führen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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