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Plön Zahl der Händler auf zwei geschrumpft
Lokales Plön Zahl der Händler auf zwei geschrumpft
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09:00 10.10.2018
Von Silke Rönnau
Fischhändler Kai Rogge reicht Knut Huldberg den Einkauf über den Tresen. Quelle: Silke Rönnau
Selent

„Es war ein super Start mit neun oder zehn Beschickern“, erinnert sich Jipp. Der Dienstagvormittag habe sich angeboten, weil die Händler an den anderen Tagen schon feste Termine hatten. Es gab Obst, Gemüse und Kartoffeln, Pflanzen, Fisch, Fleisch, Käse und Kleidung, sogar Stände nur mit Körben oder mit verschiedenen Honigsorten.

Weite Wege nach Selent

Die meisten Händler mussten weitere Strecken nach Selent zurücklegen. „Das sind Touren, die erst mal Kosten verursachen“, so Jipp. Nach und nach schrumpfte der Markt. Erst vor wenigen Wochen verabschiedeten sich der Kartoffelhof von Dietmar Ronke aus Hennstedt und die Katenräucherei Kinder aus Neukirchen mit Fleisch-, Wurst- und Räucherwaren. Der Pflanzenhof Paulwitz aus Neumünster bot seine Blumen und Stauden nur vom Frühjahr bis zum Herbst an und war vor vier Wochen zum letzten Mal da.

Kai Rogge, der Räucher- und frischen Fisch sowie Salate und Marinaden in der Auslage hat, will auf jeden Fall bleiben. Er selbst habe auch schon bei Kollegen herumgefragt. Amrik Singh Multani verkauft seine Kleidung seit sechs Jahren in Selent. „Es ist noch gut was los“, meint er. Nur im Winter will er von Anfang Dezember bis März eine Pause einlegen.

Treffpunkt für den Klönschnack

Gerda Schröder nimmt an seinem Stand eine rote Strickmütze in die Hand. „Ich finde es sehr schade“, sagt die ältere Dame über die schrumpfende Zahl der Beschicker. Sie habe hier gern eingekauft. Erna und Horst Wolff sowie Emmi Dallügge stehen vor dem Fischwagen mit Kalli Jipp zusammen. „Ich bin ganz unglücklich, weil viele Stände nicht mehr da sind“, sagt Emmi Dallügge. Man treffe sich regelmäßig zum Klönschnack, fügt Erna Wolff hinzu.

Berufstätige haben keine Zeit

Manche Selenter führten den Kundenrückgang auch darauf zurück, dass die Sparkassen-Filiale am Dienstagvormittag nicht mehr geöffnet habe, berichtet Sabine Tenambergen. Viele hätten den Bankbesuch mit dem Wochenmarkt-Einkauf verbunden. Auch das Einkaufsverhalten habe sich geändert. Und viele jüngere Kunden seien berufstätig und könnten mitten in der Woche nicht auf den Markt gehen. Die Atmosphäre könne noch so nett sein, aber es müsse sich finanziell für die Beschicker lohnen, so die Bürgermeisterin.

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