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Plön Mehrere Gemeinden ohne Wasser
Lokales Plön Mehrere Gemeinden ohne Wasser
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20:52 07.12.2017
Die Arbeiten an der Wasserleitung gestalteten sich schwierig. Quelle: Susanne Blechschmidt

18.30 Uhr, strömender Regen, eine schlammige Baustelle und viele ratlose Gesichter. So stellte sich am Donnerstagabend die Situation in der Gemeinde Pohnsdorf dar, nachdem man bereits stundenlang mit zwei Baggern und vielen Mitarbeitern vor Ort versucht hatte, ein beschädigtes Hauptwasserrohr im immer schlammiger werdenden Untergrund freizulegen, um es zu reparieren. Doch das Rohr war auch nach einem Aushub von fast 40 Kubikmetern Erde nicht zu finden. In der Dunkelheit lag zuletzt die ganze Hoffnung auf dem Eintreffen schwereren Geräts und eines größeren Baggers von der Firma Szupryczynski aus Schwentinental, denn mit den vorhandenen Baufahrzeugen kamen die Leute zweier Firmen einfach nicht mehr weiter.

Was war geschehen? Gegen Mittag war am Donnerstag an der L 49 zwischen Preetz und der B 404 bei Horizontalbohrungen neben der Fahrbahn für die Verlegung der Glasfaserleitung in der Gemeinde Pohnsdorf unerwartet die Hauptwasserleitung in einer Tiefe von etwa drei Metern beschädigt worden. Danach waren zunächst nach Mitteilung des Amtes Preetz-Land die Gemeinden Boksee, Barmissen, Großbarkau und Klein Barkau sowie Honigsee und Pohnsdorf ohne Wasser. Stundenlang versuchten die Mitarbeiter der holländischen Baufirma Holstein Verhuur mit zwei Baggern im immer schlammiger werdenden Untergrund die kaputte Leitung zu finden, während das ansteigende Gelände sowie der Radfahrweg langsam abzurutschen drohten. Ebenfalls vor Ort war die Firma Walter Fiedler, Brunnen- und Rohrleitungsbau aus Preetz, die mit vier Mitarbeitern auf ihren Einsatz zur Reparatur des Rohrs warteten. Ihnen unverständlich war die Tatsache, dass nach dem Absperren des beschädigten Wasserrohrabschnitts zwischen Abzweiger Postfeld und Honigsee die anderen Gemeinden trotzdem nicht weiterhin über die Ringleitung mit Wasser versorgt wurden.

Mittlerweile sorgten sich die Landwirte in Honigsee, Barmissen und Großbarkau zunehmend um ihr Vieh und versuchten, unkonventionell Wasser herbeizuschaffen. Auch in Kirchbarkau tröpfelte der Hahn nur noch, und schließlich meldete in den Abendstunden auch ein großer Pferdestall aus Nettelsee: Wasser aus!            

Am Abend hieß es, dass die Arbeiten mindestens bis Mitternacht andauern würden.

Von Ralph Böttcher und Susanne Blechschmidt

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