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Firma Punker

Eckernförder Hightech bewegt viel Luft

Von Kai Pörksen

Fast jeder hat sie in seinem Umfeld, hört sie manchmal, doch weiß eigentlich nichts von ihnen: Lüfterräder. Ob in Computern, Autowaschanlagen oder Dampfgarern, die kleinen bis großen Teile sind unverzichtbar – und kommen aus Eckernförde von der Firma Punker.
Foto: Dr. Henning Bähren zeigt Beispiele von Lüfterrädern - dem Produkt, mit dem die Firma Europaführer geworden ist.

Dr. Henning Bähren zeigt Beispiele von Lüfterrädern - dem Produkt, mit dem die Firma Europaführer geworden ist.

© Pörksen

Eckernförde. „Eigentlich bewegen wir nur Luft“, bringt es Henning Bähren, Geschäftsführer des Unternehmens mit 300 Beschäftigten auf den Punkt. Das mag simpel klingen, ist es aber nicht. Der größte Lüfterhersteller Europas entwickelt Hochtechnologie. Mag das Endprodukt auch schlicht und selbstverständlich aussehen, der Weg dahin ist Ergebnis einer ausgeklügelten Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

 So gibt es rückwärts und vorwärts drehende Schaufelräder, die turbinengleich Luft ran- oder wegschaufeln. Beispielsweise werden die Bremsen eines Hochgeschwindigkeitszuges mittels Lüfterräder elektrodynamisch gekühlt – und sind somit ein sicherheitsrelevantes Teil. Ein eigener Prüfstand in Eckernförde gilt der Qualitätsüberprüfung – einer von nur drei in Deutschland für derartige Produkte. „Wir müssen testen, ob die Materialfestigkeit gegeben ist“, so Bähren.

 32,5 Millionen Umsatz machten die Eckernförder im vergangenen Jahr in ihrer Heimatstadt, aber auch zunehmend im Ausland. „Wir müssen dahin gehen, wo unsere Kunden selbst produzieren“, erklärt der Firmenchef. Und man müsse vor Ort sein, um schnell und flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können. „Wir wollen Lösungen, die auf den Punkt funktionieren“, so Bähren.

 Das Unternehmen expandierte 2011 in die USA. Italien, England und auch China stehen auf dem Plan. Besonders in letzterem Land produzieren zunehmend Abnehmer der Lüfterräder ihre eigenen Produkte. Dort müsse man vor Ort sein, so Bähren, der Transport der meist aus Aluminium gefertigten Räder sei in der Regel zu aufwendig. Ein Vorteil für Punker: Ein langjähriger Mitarbeiter stammt aus der Gegend um Schanghai und kann entsprechende Kontakte vermitteln – in Landessprache.

 „Wir dürfen uns aber nicht zurücklehnen, sondern müssen täglich daran arbeiten, noch besser zu werden, als wir schon sind“, unterstreicht auch Vertriebsingenieur Oliver Witt. Dazu gehöre auch, die eigenen Mitarbeiter auf diesem Wege mitzunehmen. Eckernförde bleibe wichtiger Standort, vor allem für Forschung und Entwicklung, aber auch für die Produktion. Der Blick nach innen, die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, das Wissen um das eigene Können sei die Basis, um weiterhin auf dem Weltmarkt erfolgreich bleiben zu können.

 Wohl auch die stets über 20 Auszubildenden, die im Unternehmen ihre ersten Erfahrungen in der Produktionsabteilung und im kaufmännischen Bereich sammeln dürfen. Ihr Engagement und Wissen werde später helfen, die Zukunft von Punker zu sichern.

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