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Rendsburg 42 Jahre Spuren hinterlassen
Lokales Rendsburg 42 Jahre Spuren hinterlassen
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15:04 24.08.2009
Hütten

„Wir Forstleute sind gewissermaßen die Nachfolger des stolzen Hegereiters“, leitete Georg Volquardts, Landesforstmeister a. D. und AG-Vorsitzender, seine Ansprache ein. 42 Jahre, in denen Bracklow mit der Hege und Pflege des Waldes betraut war, „waren eine lange Zeit, in der man etwas bewegen konnte, so dass wir noch heute davon zehren“. Er habe den heruntergekommen Wald vor weiterer Ausbeutung bewahrt und Wege zur Pflege aufgezeigt.

Zusammen mit Helmut Preugschat aus Ascheffel enthüllte Volquardts den riesigen Findling mit der Bronzetafel. Preugschat ist der Ur-Ur-Ur-Enkel Bracklows und besitzt noch sämtliche Briefwechsel seines Vorfahren. Diese Schriftstücke hatten der Arbeitsgemeinschaft auch die Forschungen ermöglicht.

Bracklow stammte aus Elmshorn und wurde ab 1801 an der Königlichen Forstlehranstalt Kiel ausgebildet. Da die Anstalt ein Feldjägercorps stellte, war sein Weg auch als glühender Freiheitskämpfer vorgezeichnet. Später gründete er das Bracklowsche Freicorps, das während der Schleswig-Holsteinischen Erhebung eine herausragende Rolle spielte. Bracklow wurde Oberjäger und ab 1807 Forstinspectant. Also lehrte er auch. 1809 ernannte man ihn zum Hegereiter von Hütten. Dort wachte er über 520 Hektar Wald und bekämpfte Wilderer mit allen Mitteln. Einen sogenannten Krupschützen erschoss er.

Wegen seines Einsatzes gegen die dänische Herrschaft verlor Bracklow 1851 seinen forstlichen Dienstposten und musste fast ohne Geld auskommen. Erst 1864, im Preußischen Staat, wurde ihm eine Pension gewährt. 1871 starb er in Gettorf, wo er beigesetzt ist und ein Stein an ihn erinnert. Sein Denkmal im Landesforst ist der Zielsetzung der Arbeitsgemeinschaft zu verdanken. Ihre 40 Mitglieder - aktive und bereits pensionierte Verantwortliche der Landesforsten - fördern aktuelle Forschungen und widmen sich der Waldgeschichte.

Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland mit solch einem Zusammenschluss führender Forstleute. Zum Landesforst gehören 50000 Hektar Wald (rund ein Drittel der Waldfläche insgesamt), 30 Förstereien sowie der Erlebniswald in Trappenkamp. Die zentrale Verwaltung hat ihren Sitz seit 2008 in Neumünster.

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