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Rendsburg Platz für 80.000 Tonnen Biomüll
Lokales Rendsburg Platz für 80.000 Tonnen Biomüll
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12:31 11.11.2016
Von Hans-Jürgen Jensen
Rund zehn Millionen Euro hat die neue Halle gekostet, sagt AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schimdt. Jetzt kann die Abfallwirtschaftsgesellschaft auf ihrem Gelände in Borgstedtfelde jährlich 80000 Tonnen Biomüll in Kompost umwandeln. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Die neue Halle hat rund zehn Millionen Euro gekostet, sagt AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schmidt. Offizielle Einweihung war am Freitag. Mehr als die Hälfte des Biomülls kommt nach seinen Worten aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. 22.000 Tonnen stammen aus dem Nachbarkreis Schleswig-Flensburg, 8000 Tonnen aus dem Kreis Plön, 5000 Tonnen aus Neumünster. Insgesamt verarbeite die Anlage jetzt rund ein Drittel des landesweit anfallenden Biomülls.

Die große Masse aus Rendsburg-Eckernförde begründet der Geschäftsführer mit der Einführung der Biotonne als Regeltonne vor knapp zwei Jahren. Seitdem haben nach seinen Worten rund 95 Prozent aller Haushalte den Kübel für Küchenabfälle, Rasenschnitt und Herbstlaub. „Das war ein Quantensprung.“

Den Biomüll verwertet die AWR nach eigenen Angaben dreifach. Das entweichende Gas treibt Motoren in einem Blockheizkraftwerk an. Dieses liefere Strom für das öffentliche Netz. Daneben versorge es Unternehmen im Gewerbegebiet im Umkreis des AWR-Geländes mit Wärme. Der so ausgelaugte Biomüll wandele sich in sogenannten Fermentern und Rotteboxen zu Kompost um - Abnehmer sind Landwirte und Lohnunternehmer.

Hohenschurz-Schmidt: „Was vor 20 Jahren noch achtlos auf der Deponie vergraben und damit verschwendet und dem Naturkreislauf entzogen wurde, wird heute nahezu vollständig verwertet.“

Die Verwertung des Biomülls habe für die Bürger einen direkten Nutzen. Die Abfallgebühren im Kreis Rendsburg-Eckernförde seien mit die niedrigsten im Lande, erklärt der AWR-Geschäftsführer. Eine Erhöhung stehe „nicht im Raum“.

Die AWR ist erstmals im Jahr 1995 in die Kompostierung von Biomüll eingestiegen. Damals reichte die Anlage für 15.000 Tonnen. Mit der gestern eingeweihten Halle vergrößerte die AWR das Kompostwerk zum dritten Mal. Das Ende ist damit noch nicht erreicht. „Die Anlage ist jetzt schon fast wieder zu klein“, sagt Hohenschurz-Schmidt. Sorgen macht ihm das nicht. „Wir haben noch Flächenreserven.“

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