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Rendsburg Beschlüsse bleiben bestehen
Beschlüsse bleiben bestehen
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17:40 28.02.2018
Von Sven Janssen
Kein Thema für alle Gemeindevertreter: Für den Abriss der Elac-Gebäude ist alleine der Bauausschuss zuständig, die Gemeindevertretung will das Thema nicht beraten. Quelle: Sven Janssen

„Am 18. Juli 2017 wurde vom Bauausschuss nach fünfstündiger Sitzung und wegen Übermüdung sogar abgebrochener Beratung der vorzeitige Abriss der Elac-Häuser sowie der der Häuser Kopperpahler Allee 1 und 3 beschlossen“, schrieb Hartmut Kunkel in seinem Antrag. Da dieser Beschluss die Situation im Ortskern, er befürchtet eine große Brachfläche, für vier bis fünf Jahre entscheidend präge, sollte auch die Gemeindevertretung mit allen gewählten Vertretern darüber beraten und entscheiden.

Vorwürfe an den Bauausschuss

Kunkel warf dem Bauausschuss vor, nicht alle Ausweichflächen für den Markt berücksichtigt zu haben, teilweise seien Berechnungen vom Planungsbüro unrichtig dargestellt, um mögliche Varianten unwirtschaftlich erscheinen zu lassen. Ein Beschluss, der darauf beruhe, dürfe keinen Bestand haben.

Michael Becker, Stadtplaner und Architekt im Ruhestand, stimmte ihm in vielen Punkten zu. „Die Diskussion wäre völlig unnötig, wenn man eine richtige Ablaufplanung gemacht hätte.“ Auf das Provisorium für den Markt könnte man verzichten, 300.000 Euro würden von der Gemeinde unnötig ausgegeben.

Neue Mieter zu suchen, sei problematisch

„Der Markt muss jetzt umziehen, weil mit den Grünanlagen begonnen werden soll“, sagte Schall, der Kunkel auch vorwarf mit falschen Zahlen zu hantieren, da in den 300.000 Euro auch die Abrisskosten enthalten seien, die der Gemeinde so oder so entstünden. „Ziel war es die Elac-Gebäude zu kaufen, leer zu ziehen und dann abzureißen“, machte Gunnar Heintze (SPD) deutlich. Jetzt wieder Mieter zu suchen sei problematisch, zumal man Wohnraum mit 30 bis 35 Quadratmetern Fläche heute nicht mehr vermietet bekomme. Die Wohnungen müssten komplett umgebaut und auch energetisch saniert werden.

Antrag vom UKW abgelehnt

„Der Bauausschuss ist für das Thema zuständig, hat beraten und beschlossen“, sagte Andrea Linfoot (CDU), eine Notwendigkeit das Thema noch einmal im großen Kreis zu beraten, sah sie nicht. „Die Gebäude jetzt stehen zu lassen, ist aus wirtschaftlichen Gründen weder sinnvoll noch akzeptabel“, sagte Thomas Kahle (CDU).

„Wir wussten alle, was wir beschließen und müssen das verantworten“, sagte Winfried Dittmann (Grüne). Das sei im Sinne eines Großteils der Bürger. „Es gibt Redebedarf von Seiten der Bürger, dafür sollten wir Raum schaffen“, forderte Iris Blumtritt (UKW) und warb für die Unterstützung des Antrages. Damit blieb die UKW am Schluss alleine.

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