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Rendsburg Achterwehr sagt nein zu Felde
Lokales Rendsburg Achterwehr sagt nein zu Felde
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14:30 22.02.2018
Von Torsten Müller
Die Tage der Amtsverwaltung in Achterwehr könnten gezählt sein: Das Amt plant einen Neubau in Felde. Quelle: Torsten Müller

Seit 70 Jahren ist Achterwehr Sitz der Amtsverwaltung. 1974 bezog sie das neue Gebäude im Inspektor-Weimar-Weg. Seitdem wurde es fünfmal umgebaut und erweitert - zuletzt im Jahr 2003. Seit 2012 beschäftigen sich die Gremien des Amtes mit der Frage Sanierung und Erweiterung am Standort oder Neubau an einem anderen Standort. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Richtung klar: In Felde soll ein Neubau für 4,9 Millionen Euro errichtet werden. Eine Ertüchtigung am Standort Achterwehr für 2,4 Millionen Euro wurde für nicht wirtschaftlich erachtet.

Für Lars Seimetz (Lebendige Gemeinde) war die Abwägung des Amtsausschusses nicht schlüssig: "Wir können die Dienstleistung des Amtes für zwei Preise erhalten - eine Sanierung würde nur die Hälfte kosten." Durch die teurere Variante des Neubaus werde der Haushalt der Gemeinde mit jährlich etwa 23.000 Euro zusätzlich belastet. Bei einer Ertüchtigung müsste sie nur gut 10.000 Euro zahlen. Angesichts der finanziellen Lage der Gemeinde könne er nicht zustimmen.

Hans-Jürgen Eisermann (CDU) belastete die Sitzverlegung emotional: "Uns wurde schon die Schule weggenommen, jetzt auch noch Amtsverwaltung und Polizei. Achterwehr hat gar nichts mehr."

Kritik hagelte es auch aus den Reihen der 14 anwesenden Bürger: "Mit dem Argument des Brandschutzes bekommt man jedes zweite öffentliche Gebäude platt", sagte Matthias Radant. Harald Rietjens konnte nicht nachvollziehen, dass das Amt das Gebäude über Jahre habe so verkommen lassen, obwohl die Rücklage des Amtes zwischenzeitlich mit 900.000 Euro gefüllt gewesen sei. "Das Notwendigste wurde gemacht", entgegnete Amtsdirektor Joachim Brand, der erst seit 2016 im Amt ist.

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