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Rendsburg Familie Alo ist zurück - aber wie lange?
Lokales Rendsburg Familie Alo ist zurück - aber wie lange?
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15:55 13.07.2018
Die kleine Zaiza freut sich mit ihren Eltern Khanen und Khalil Alo, endlich wieder in Flintbek zu sein. Alle hoffen, auf Dauer in der Gemeinde leben zu können. Quelle: Sorka Eixmann
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Flintbek

Es war ein bewegender Moment, der von vielen Tränen begleitet wurde: Kurz vor Weihnachten kamen Mitarbeiter der Ausländerbehörde zur Familie Alo nach Flintbek, um sie in die Landesunterkunft nach Boostedt umzusiedeln. Der Grund: Laut einem Sprachgutachten stammen Alos aus einem GUS-Staat und nicht, wie sie behaupteten, aus Syrien. Sieben Monate später ist Familie Alo wieder in Flintbek, ihre Herkunft ist allerdings noch immer nicht geklärt. Und daher gibt es auch keine Garantie, dass sie bleiben können.

Trotz guter Integration: Der Herkunftsnachweis fehlt

Rückblick: 2014 kamen Khanen und Khalil Alo mit ihren Kindern Zaiza und Machmed nach Flintbek und wurden vom ersten Tag an vom Freundeskreis Flüchtlinge betreut. Vorsitzende Ute Bergner bezeichnet sie aufgrund ihrer Integration gern als „Vorzeige-Asylsuchende“. Das gehbehinderte Mädchen erhielt Orthesen und besuchte die zweite Klasse der Lilly-Nielsen-Schule in Kiel, Bruder Machmed wurde eingeschult und kickt beim TSV Flintbek, der damals zweijährige Aram besucht den Kindergarten. Doch die gute Integration sollte nichts helfen, es gab keinen offiziellen Herkunftsnachweis, und so fing die Behörde mit der Umsiedlung nach Boostedt an zu handeln. Nachdem zehn Botschaften ergebnislos kontaktiert wurden, fiel jetzt die überraschende Entscheidung, die Alos wieder nach Flintbek umzusiedeln.

Seit Dienstag ist die Familie wieder in Flintbek, seitdem packt Khanen die seinerzeit bei Freunden in Flintbek eingelagerten Kisten aus und macht es in der bereitgestellten Wohnung gemütlich für sich und ihre Familie. „Endlich kann ich wieder kochen. Das Essen in der Kantine in Boostedt war nicht so schön.“ Während die Schulkinder Zaiza und Machmed wegen der Ferien zu Hause sind, konnte Aram, der Jüngste, bereits wieder in den Kindergarten. „Er war sehr froh, seine Freunde wiederzusehen“, sagt Vater Khalil.

"Es gab viele Tränen"

Einfach sei die Zeit in Boostedt nicht gewesen. „Es gab viele Tränen, ich habe viel geweint“, gesteht Khanen Alo. „Wir haben gesehen, wie anderen abgeschoben wurden. Das war schon hart“, fügt ihr Mann hinzu. Aber: „Wir wurden immer gut behandelt, die Fahrten beispielsweise nach Berlin waren aber sehr anstrengend.“ Bei zehn Botschaften und Konsulaten musste sich Familie Alo vorstellen, unter anderem bei den GUS-Staaten Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, Armenien, aber auch Iran, Irak, Libanon und Syrien. Keines der Länder konnte bestätigen, dass die Familie Alo dort gelebt hat.

„Das ist auch das Problem“, erklärt Jörn Petersen vom Fachdienst Zuwanderung im Kreis Rendsburg-Eckernförde. „Die Zweifel an der Herkunft hat das Bundesamt für Migration und Flucht, wir als zuständige Behörde müssen die Identität dieser Familie klären.“ Dafür gebe es einen weiteren Termin mit der Botschaft von Armenien. „Dort wird es eine Expertenanhörung geben.“ In dem Zusammenhang betont Petersen: „Der Ausländer ist in der Bringschuld, solange die Herkunft nicht geklärt ist, bleiben sie ausreisepflichtig.“

Von Sorka Eixmann

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