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Rendsburg Schüler diskutieren mit Ministerin Prien
Lokales Rendsburg Schüler diskutieren mit Ministerin Prien
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13:05 27.06.2018
Schüler aus dem zehnten Jahrgang des Kronwerk-Gymnasiums betrachteten mit Bildungsministerin Karin Prien die Wander-Ausstellung Revolution 1918 im Hof des Hohen Arsenals.. Quelle: Beate König
Rendsburg.

In zwei knallroten Hochsee-Containern wird die Geschichte der Matrosenaufstände in Kiel und Wilhelmshaven aufgerollt. Für die mediale Aufbereitung der Unruhen, die in die Revolution 1918 mündeten, gab es von den Schülern des Büdelsdorfer Gymnasiums Lob. Wandfüllend vergrößerte Plakate, Fotos, Videos und Interviews weckten das Interesse an der Auseinandersetzung mit dem Stück Landesgeschichte, das Auswirkungen auf die politische Entwicklung in ganz Deutschland hatte.

Matrosen wollten nicht in den Tod gehen

„Wir haben das Thema schon im Unterricht behandelt, einige der Bilder kannte ich noch nicht,“ sagte Luise Loge. Das Plakat zum Streikaufruf „Dem Mutigen gehört die Welt“ behielt sie im Gedächtnis.
Karin Prien ging im Gespräch mit den 23 Gymnasiasten aus der Einführungsstufe den Gründen für die Revolution nach: „Es war klar, dass der Erste Weltkrieg verloren war. Die Matrosen wollten nicht in den Tod gehen“, erklärte Linus Spethmann.

Schlechte Versorgung mit Nahrungsmitteln

In Deutschland habe es damals für die Bevölkerung schlechte Lebensbedingungen gegeben, erklärte der 17-Jährige. Durch eine Blockade Englands war die Nahrungsmittelversorgung gekappt worden. Die Menschen seien unzufrieden mit ihren Lebensbedingungen und den fehlenden Einflussmöglichkeiten gewesen. Es wurde als ungerecht empfunden, das Menschen, die für ihre Rechte eintreten, umgebracht wurden. „Die Menschen wollten mehr Mitbestimmungsrechte.“

Bildungsministerin Karin Prien diskutierte mit

Zehntklässler aus dem Kronwerk Gymnasium diskutierten mit Bildungsministerin Karin Prien in Rendsburg über den Wert der Demokratie. Anlass war der Besuch der 16- bis 17-Jährigen in der Wanderausstellung „Revolution 1918, Aufbruch in Schleswig-Holstein“ im Hof des Hohen Arsenals. Gil-Philipp Afane entdeckte durch die Informationen in der Ausstellung den Wert der Demokratie: „Demokratie wäre es gewesen, wenn die Matrosen ihre Meinung hätten sagen können, ohne dafür getötet zu werden.“ Das mache Demokratie aus: Verschiedene Meinungen zu einem Thema sind zugelassen, über das gemeinsame Vorgehen in einer Gruppe werde durch Abstimmungen entschieden.
Die Juristin Karin Prien regte in der einstündigen Diskussion an, über Regierungsformen nachzudenken: Sie setzte autoritäre Systeme mit Alleinherrschaft in Vergleich zur Demokratie, in der Gerichte unabhängig von der Regierung Urteile fällen und es eine freie Presse gibt, die ohne Zensur berichtet.

Ausstellung wandert weiter

An neun Standorten im Land wird die Ausstellung seit Mai gezeigt. In Rendsburg hat die Schau bis zum 8. Juli jeden Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Weitere Stationen sind Flensburg (10. Juli bis 22. Juli), Molfsee (24. Juli bis 5. September), Husum (7. bis 26. September), Neumünster (28. September bis 14. Oktober), Lübeck (16. Oktober bis 1. November) und Kiel (3. bis 9. November).
Www.aufbruch1918.de

Die Ausstellung über den Matrosenaufstand 1918 gastiert in Rendsburg: Das war eine gute Gelegenheit für Kronwerk-Schüler, mit Bildungsministerin Karin Prien über den Wert der Demokratie zu diskutieren.

Von Beater König

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