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Rendsburg Noch immer keine Lösung für Knüppelpiste
Lokales Rendsburg Noch immer keine Lösung für Knüppelpiste
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16:50 13.08.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Flicken über Flicken auf der Landesstraße 125 in Richtung Bargstedt. Weil die Fahrbahn so miserabel ist, gilt Tempo 30. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Bargstedt

Wer von der Landesstraße JevenstedtNeumünster Höhe Nortorf nach Bargstedt abbiegt, wähnt sich in einem anderen Land. Eben noch fuhr er auf ebener Fahrbahn, jetzt holpert das Auto auf der L 125 über eine Knüppelpiste. Auf zwei Kilometern gilt Tempo 30. „Die Menschen sind sehr entsetzt, dass man hier auf einer Landesstraße nur 30 fahren darf“, sagt Bargstedts Bürgermeister Robert Struck.

Tempo 30 für alle

Schon vor vier Jahren listete das Land die Piste „als eine von vielen schlechten Landesstraßen“. Da galt Tempo 30 für Lkw und ein Überholverbot für Motorräder bereits seit einem Jahr. Seit August vergangenen Jahres gilt Tempo 30 auf zwei Kilometern für alle. „Der schlechte Zustand der L 125 ist bekannt“, erklärt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr.

Kein Geld wegen Haushaltskonsolidierung

Bereits vor zehn Jahren habe sie eine „technische Planung“ für die Sanierung vorbereitet, erklärt die Behörde. Bohrungen hätten eine vier Meter mächtige Torfschicht und Grundwasser in einem Meter Tiefe nachgewiesen. Die Straße nach Bargstedt führt durchs Moor. Weil die Konsolidierung des Landeshaushalts Vorrang gehabt habe, sei kein Geld für die Sanierung da gewesen, sagt die Behörde.

"Wir schreiben wieder Briefe"

Hat der Landesbetrieb einen Plan für die Erneuerung? Lässt er den Untergrund auskoffern oder die Straße neu auf Betonpfählen bauen? Die Behörde antwortet auf Fragen dieser Zeitung: „Eine endgültige Entscheidung, welches Verfahren mit welchen Kosten gewählt würde, steht noch aus.“

Ob das Verkehrsministerium die Straße in diesem Herbst in ein neues Prioritätenprogramm aufnimmt, lässt sie offen. Weiter hoffen, heißt das für Bargstedts Bürgermeister. „Oder wir schreiben wieder Briefe ans Land.“ So wie sein Vorgänger Peter Bajorat. „Ministerpräsident Daniel Günther kennt das Problem.“

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