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Rendsburg Baut SIG Sauer weitere Stellen ab?
Lokales Rendsburg Baut SIG Sauer weitere Stellen ab?
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00:15 15.01.2013
Von Christoph Rohde
Nach Informationen des Betriebsrats will der Waffenhersteller SIG Sauer in Eckernförde weitere Stellen abbauen. Quelle: Kai Pörksen (Archiv)
Eckernförde

Der Betriebsrat spricht von bis zu 25 Beschäftigten, die im Rahmen eines „Freiwilligenprogramms“ gehen sollen. Zudem sollen rund zehn befristete Verträge auslaufen. Über ein ähnliches Programm wurde schon einmal vor zwei Jahren Arbeitnehmern, die freiwillig aus dem Betrieb ausschieden, eine Abfindung gezahlt. In einer Transfergesellschaft konnten sie an Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen teilnehmen. Seinerzeit hatten 25 Beschäftigte davon Gebrauch gemacht. In Verhandlungen mit der Geschäftsführung ab dem 29. Januar will der Betriebsrat angemessene Abfindungen für die nächste Runde einfordern. „Vor allem wollen wir betriebsbedingte Kündigungen verhindern“, sagt der Vorsitzende Rolf Rohde. Die Stimmung unter den Mitarbeitern sei „sehr gedrückt“.

Gründe für den avisierten Stellenabbau sieht der Betriebsrat in Umstrukturierungen und der Auslagerung von Fertigungsbereichen. Pistolen für Behörden und den freien Markt werden zunehmend in Exeter (USA) produziert. Dort sei inzwischen ein zweites Werk angemietet worden. Vor wenigen Jahren wurde zudem die Jagdwaffenproduktion nach Isny ins Allgäu verlagert. In Eckernförde könnte künftig noch die Herstellung von Sportpistolen, eines Sportgewehrs und eines Scharfschützengewehrs verbleiben. Dazu kommen der Vertrieb und die Verwaltung.

Die Geschäftsführung von SIG Sauer in Eckernförde nahm gestern zu den Plänen, Personal zu streichen, keine Stellung. Vor Abschluss der internen Verhandlungen mit dem Betriebsrat wollen man sich nicht äußern. Ein vorgesehener Stellenabbau wurde nicht dementiert.

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