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Rendsburg Skulpturensommer wird eröffnet
Lokales Rendsburg Skulpturensommer wird eröffnet
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11:22 28.05.2018
Von Frank Scheer
Inga Momsen aus Flensburg umwickelt an der Eiderbrücken einen Holzpfahl mit pinkfarbener Maurerschnur. Quelle: Frank Scheer
Bissee

 Die Kunst wird seit einigen Tagen mehr und mehr sichtbar. An ausgewählten Standorten stellen die Ehrenamtlichen des Skulpturenvereins die Kunstwerke auf. Für die Auswahl ist Christian Schnura seit einigen Jahren verantwortlich. Für seinen genialen Blick habe sich der Architekt den Spitznamen „Das Auge“ erarbeitet, erzählt schmunzelnd Karin Russ vom Vereinsvorstand.

„Manchmal sind Millimeter entscheidend, um ein Kunstwerk wirken zu lassen“, erklärt Schnura. Dann werde ein Kunstwerk eben drei bis viermal hin- und hergeschoben oder gedreht. Ein Beispiel: In dieser Woche wurde am Bisseer Ortseingang von Schönhorst kommend eine zusammengeschweißte Stahlskulptur von Peter Czerwinski (Güby) aufgestellt. Zunächst traf die Standortauswahl nicht seinen Geschmack. „Die Spitze verschwimmt mit den am Horizont liegenden Höfen“, urteilt Schnura von der Mitte der Kreuzung. Die Helfer Luis Kronester und Martin Chamier mussten das Gestell fünf Meter nach rechts schleppen. „Fantastisch, auch mit dem blauen Himmel.“

Wichtiges Kriterium: Anfassen oder nur Ansehen

Für einen Standort entscheidend ist auch, ob eine Skulptur vom Ansehen oder Anfassen lebt. Das Bronzewerk Tom Kyle von Anna Bergmann-Kosselek, das an einen Teil einer Schiffsschraube erinnert, erhält einen Platz am Kaffeegarten vor dem Antikhof. „Über die Flächen muss ein Besucher auch rüberstreichen können.“ Vertikale und horizontale Gesetzmäßigkeiten müssen bei der Aufstellung auch bedacht werden, so der Architekt. Neben vollendeten Kunstwerken sind Aussteller auch kreativ. Inga Momsen (Flensburg) sitzt im Schneidersitz auf dem Gehweg an der Eiderbrücke und wickelt eine pinkfarbene Maurerschnur um einen Holzpfahl. Der Standort für das Stück ist klar. Der Stamm kommt über das Gewässer, die Fäden sollen vom Eiderfluss bewegt werden.

Große Materialvielfalt beim 21. Skulpturensommer

Die ausstellenden 15 Künstler stammen aus dem norddeutschen Raum und Skandinavien. Der 21. Skulpturensommer beeindrucke durch ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen und eine große Materialvielfalt wie Anröchter, Edelstahl, Stein, Polyester und Marmor, so Karin Russ. Die Preisträgerin Uschi Koch (Nord Art) ist dabei, unter anderem mit „Frau mit Katze“. Als Blickfang bezeichnete sie Ulrich Kuhlmanns überdimensionale „Flugsamen“, die auch die Einladungskarte zieren. Die dänische Bildhauerin Bente Polano wird ihre Arbeiten „Alpha & Omega, Butterflies“ präsentieren.

Die Vernissage beginnt am Sonnabend, 2. Juni, um 16 Uhr auf dem Hof Reese. Eröffnet wird die Ausstellung durch Oliver Grundei, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die Big-Band der Immanuel-Kant-Schule aus Neumünster sorgt wieder für Musik. Um 17.30 Uhr ist eine Führung geplant.

Mitglieder des Vereins Skulptur in Bissee stellen die ersten Werke auf
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