15 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Das Hoffen auf die Störche

Bissee Das Hoffen auf die Störche

Die Störche fliegen nach wie vor auf die Dörfer im Raum Bordesholm, Nortorf, Neumünster und Segeberg. Wie in den vergangenen Jahren haben 22 Paare ihre Horste in der Region besetzt, berichtete der Ehrenvorsitzende und Storchenbeauftragte der Nabu-Gruppe Neumünster, Peter Hildebrandt.

Nächster Artikel
Deutscher Dribbelkönig

Dieter Mengel hofft auf ein Storchenpaar im neuen Horst, der auf das Dach des Antik-Hofs gesetzt werden soll.

Quelle: Sven Tietgen

Bissee/Neumünster. Mit Bissee könnte im nächsten Jahr ein ehemaliges Storchendorf zusätzlicher Brutort für die Schreitvögel werden: Auf dem Dach des Restaurants Antik-Hof wird ein neuer Horst platziert.

Mit Unterstützung mehrerer Unternehmen aus Bissee, Bordesholm und Neumünster entstand eine Holzkonstruktion mit einem Reisignest, das mit einem Kran auf den Dachfirst des ehemaligen Bauernhauses gesetzt werden soll.

Angeschoben wurde das Horstprojekt von Bürgermeister Dieter Mengel und Egon Blitza vom Grünwerk Neumünster, nachdem in den vergangenen vier Wochen mehrfach Störche im Luftraum über Bissee gesichtet wurden. „Da kreisten einzelne Vögel ebenso wie Paare über dem Dorf, augenscheinlich suchten sie eine Nistmöglichkeit“, erzählte Mengel. Dass es für das Brutgeschäft zu spät ist, wissen die Bisseer.

„Wir hoffen, dass sich in diesem Jahr zumindest eine Bindung entwickelt und nächstes Jahr der Horst angenommen wird.“ An gleicher Stelle befand sich schon früher ein Nest, in dem Ende der 1970er-Jahre bis Anfang der 1990er-Jahre die Störche klapperten. An das dramatische Ende von Bissee als Storchendorf kann sich der Bürgermeister gut erinnern: Ein Elternvogel geriet gegen eine Stromleitung und verendete, der zweite Storch flog davon. Die Eier wurden daraufhin aus dem Nest geholt und in den Wildpark Eekholt gebracht. „Die Eier wurden erfolgreich ausgebrütet, das ganze Dorf war erleichtert“, berichtete Mengels. Mit der Zahl der Rückkehrer aus den Winterquartieren ist Storchenexperte Peter Hildebrandt ganz zufrieden. Er hofft jetzt auf viel Nachwuchs in den Horsten von Loop, Dätgen, Langwedel, Ellerdorf, Gnutz, Krogaspe, Brammer, Neumünster-Einfeld, Bönebüttel, Großkummerfeld, Großharrie, Meezen, Armstedt, Großenaspe, Bimöhlen, Bimöhlen-Weide, Hitzhusen, Hagen, Weddelbrook, Bad Bramstedt-Bissenmoor, Heidmühlen sowie Tarbek.

Der Neumünsteraner Nabu-Ehrenvorsitzende hofft, dass bei der aktuellen Wetterlage die Region von Unwettern mit Starkregen verschont wird. „Die kleinen Storchenjungen könnten dann nämlich ertrinken.“

Nächster Artikel
Mehr aus Rendsburg 2/3