Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Rendsburg Neuerungen vor dem Vogelschießen
Lokales Rendsburg Neuerungen vor dem Vogelschießen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:01 09.06.2018
Von Beate König
Andreas Fegbeitel, König 2017, sang beim Schleswig-Holstein-Lied vor der Lindenruine kräftig mit. Quelle: Beate König
Anzeige
Bordesholm

Julia Jaensch, Königin 2017, hatte sich für ihre ehemaligen Amtsgenossinnen stark gemacht: Die Damen zogen zum ersten Mal in der 131 Jahre langen Geschichte des Vogelschießens der Schützen, die zur Bordesholmer Liedertafel gehören, einen mit Eichenlaub und Rosen geschmückten Wagen und trugen per Hand gebundene Festbögen. „Wir würden sofort wieder mitmachen“, war sich die Damengruppe einig. Andreas Fegbeitel, König 2017 mit dem Titel „der wuchtige Advokat vom Heidberg“, schränkte jedoch ein: „Ob die Damen außerhalb des Jubiläumsjahres noch mal mitmarschieren, ist noch nicht entschieden.“

Marscherleichterung beim Umzug wegen der Hitze

Am Rathaus war der Zug am Freitagnachmittag nach dem gemeinsam gesungenen Schleswig-Holstein-Lied gestartet. „Das war sehr beeindruckend, ich hatte Gänsehaut“, erzählte die Bordesholmerin Gisela Buchholz. 90 Kinder aus den dritten Klassen der Lindenschule begleiteten die Schützen mit einem Wald aus grünen Papier-Blättern, die sie auf Stöcken trugen. „Das hat mich sehr berührt“, erklärte Gildemajor Klaus Elwardt. Er hatte – Jubiläum hin oder her – wegen der Hitze Marscherleichterung angeordnet: Die Uniformjacken durften weggelassen werden, die Schützen spazierten in festlich weißen Hemden, mit Eichenlaub am Hut und einer Rose an der Brust, durch den Ort.

Schweigeminute für die Linde

Ungewohnt ernst fiel die Rede des Dingrichter Jürgen Baasch am Ziel des Umzugs, dem Lindenplatz, aus: Statt mit dem Rückblick auf politische und gesellschaftliche Ereignisse, der sonst schon fast kabarettistische Züge trug, begann seine Rede mit einer Schweigeminute für die zusammengebrochene Linde. „Überlegen Sie einmal, was Sie hier alles erlebt haben,“ mahnte Baasch. Seit 1953 habe das Dinggericht unter dem Schutz der ausladenden Krone zu Beginn des Vogelschießens seinen Ort gehabt. Baasch lobte die Weitsicht der Schützenkönigspaars Karin Jauer-Butscher und Eberhard Kramer, die 1996 im Amtmannpark eine Linde setzten. „Vielleicht halten wir ja irgendwann dort, mit Blick auf den See, das Dinggericht ab.“

Kritisch bewertete er die geplante Schließung der Post und den Bürgerentscheid, dessen Formulierungen Bordesholmern Rätsel aufgab. Er bedankte sich beim FDP-Politiker Helmut Berger und bei der nach über 30 Jahren ausgeschiedenen Lindenmarkt-Organisatorin Christiane Hankel für ihre Arbeit.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Totgesagte leben länger. Als die Sportgemeinschaft Westensee 1968 gegründet wurde, hatte sie keine gute Prognose. „Viele sagten ihr ein ebenso kurzes Leben voraus wie ihrem Vorgänger in den 20er-Jahren“, berichtet Wilhelm Rickert in seiner Ortschronik. Am Sonnabend feiert der Verein schon 50 Jahre.

Torsten Müller 08.06.2018

Jetzt hat das Jungwild in Quarnbek im Frühjahr mehr Chancen, dem Tod im Mähdrescher zu entgehen. Der Jagdgenossenschaft Stampe gelang es, mit Hilfe von Sponsoren eine Drohne mit Wärmebildkamera anzuschaffen. Für Jagdpächter Detlef Möller und sein Team bedeutet das, früh aufzustehen.

Torsten Müller 08.06.2018
Rendsburg Altin-Nachfolger gefunden - Hakan Cakir neuer Coach des RTSV

Drei Tage nach der Trennung von Özkan Altin (45) ist der Rendsburger TSV auf der Suche nach einem neuen Trainer fündig geworden. „Wir haben mit Hakan Cakir einen Einjahresvertrag unterschrieben“, teilte Beate Böhm, Abteilungsleiterin des Absteigers aus der Fußball-Verbandsliga West, mit.

Wolfgang Mahnkopf 08.06.2018
Anzeige