Bovenau: SPD tritt zur Kommunalwahl nicht an - Zwei Wählergemeinschaften
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Rendsburg Neue Wählergemeinschaften, keine SPD
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10:27 13.04.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Knapp 1100 Einwohner hat die Gemeinde Bovenau. Quelle: Jan Köster
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Bovenau

Zwei Fraktionen gibt es zurzeit in der Gemeindevertretung: Die CDU mit sechs Sitzen, sie stellt den Bürgermeister. Vier Sitze hat die SPD, deren Frank Prieß stellvertretender Bürgermeister ist.

36 Jahre Gemeindepolitik

So überschaubar wird es nicht bleiben nach der Kommunalwahl am 6. Mai. Der SPD-Ortsverein habe sich aufgelöst, sagt Günter Pede. Er selbst gestaltete 36 Jahre Gemeindepolitik in Bovenau. Im Alter von 68 Jahren hört der Sozialdemokrat auf. Der SPD fehlten Mitglieder für eine eigene Liste.

Wechsel zur Wählerinitiative

Die parteilose Ilme Bartels und Frank Prieß wechseln nun von der SPD-Fraktion auf Platz zwei und vier der Kandidatenliste der neuen Wählerinitiative Gemeinde Bovenau (WiB). Günter Pede: „Das ist in Ordnung. Der Trend geht zu Wählergemeinschaften.“

Neun Ehlersdorfer

Das gilt besonders für Bovenau. Auch die Kommunale Wählergemeinschaft (KWG) hat sich zur Kommunalwahl neu gegründet. Neun ihrer elf Kandidaten wohnen im Ortsteil Ehlersdorf und dessen Umgebung.

Von der CDU zur KWG

„Man muss sich kümmern, damit nicht alles weggeht“, sagt Klaus Reimers, KWG-Kandidat auf Platz zwei. Bis Ende vergangenen Jahres saß der Landwirt als CDU-Mann in der Gemeindevertretung.

Ihn ärgerte der bevorstehende Verlust des Feuerwehrgerätehauses in Ehlersdorf. Die Gemeinde hat einen Neubau an der Sehestedter Straße für beide Ortswehren vor. Zeitweise planten Ehlersdorfer einen Bürgerentscheid.

Zwei Bürgermeisterkandidaten

Nach fast einem Vierteljahrhundert hört Bürgermeister Jürgen Liebsch (CDU) auf. Zum Abschied gab es beim Neujahrsempfang stehende Ovationen.

Die CDU hat den pensionierten Marineoffizier Nikolaus Träuptmann für die Nachfolge aufgestellt. Er wolle Entscheidungswege „ein bisschen transparenter machen“. Die KWG will ihn unterstützen, sagt Klaus Reimers.

Ein Selbstgänger wird es nicht für die CDU. Auch Daniel Ambrock erhebt Anspruch aufs Bürgermeisteramt. Der 35 Jahre alte Berufssoldat ist Spitzenkandidat der WiB. Er verspricht „mehr Debattenkultur“ in der Gemeindepolitik.

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