Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Rendsburg Bewegungsparcours auf dem Grandplatz
Lokales Rendsburg Bewegungsparcours auf dem Grandplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 30.08.2018
Von Torsten Müller
Abgesperrt und sportlich ungenutzt: Das Gelände des etwa ein Hektar großen Grandplatzes am Sportzentrum in Kronshagen liegt seit 15 Jahren brach. Nach dem Willen von CDU und SPD soll er zu einem Bewegungsparcours entwickelt werden. Quelle: Torsten Müller
Kronshagen

Den ersten Vorstoß hatte die CDU-Fraktion bereits im April gemacht. Damals sah der Antrag noch eine rein sportliche Nutzung vor. Auf dem nördlichen Teil sollte eine DFB-Kleinspielfläche für den TSV und auf dem südlichen Teil ein Bewegungsparcours errichtet werden. Dann kamen die Kommunalwahl und an diesem Montag ein interfraktionelles Gespräch mit der SPD. Die Folge: Beide Fraktionen legten einen Änderungsantrag vor, der auch der „ökologischen Aufwertung“ des Platzes Rechnung trägt und einen breiten Beteiligungsprozess einleitet.

Mögliche Nutzer und Anwohner sollen beteiligt werden

„Noch in diesem Jahr soll gemeinsam mit Sportvereinen und -gruppen sowie Schulen, aber auch weiteren Nutzergruppen, wie Individual-Breitensportlern, älteren und jungen Menschen sowie Menschen mit Behinderung, ein Bewegungsparcours entwickelt werden, der den Grandplatz zu einem öffentlichen Ort für ein möglichst breites Nutzerspektrum – einem Generationenpark – werden lässt“, heißt es in dem Antrag von CDU und SPD.

Anwohner befürchten Lärm und Licht

Anwohner vom Grasweg sagten bereits in der Sitzung ihre Meinung. „Wir wollen nicht rund um die Uhr Lärm und Licht haben“, stellte eine Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, klar. Sie verwies auf einen Vertrag, den ihre Familie vor Jahren mit der Gemeinde geschlossen habe. Dieser setze den vom Sportplatz ausgehenden Emissionen enge Grenzen. „An diesem Korsett war die Anlage eines Kunstrasenplatzes gescheitert“, fügte sie hinzu. Anwohner Uve Lucks nahm Bezug auf den Abschlussbericht über die 2014 begonnene Testphase einer ökologischen Aufwertung des Platzes und plädierte für die Anlage einer Grünfläche: „Davon hat Kronshagen nicht so viele.“

Grüne plädieren für eine "ökologische Nische"

Mit der Schaffung einer „ökologischen Nische“, die Nahrung für bedrohte Insekten bietet, liebäugeln auch die Grünen. Ulrike Khuen-Rauter wies zudem auf vermutlich „immense Kosten“ für die Beseitigung der Altlast hin. Im Boden liegt eine fünf Zentimeter dicke Sperrschicht, die mit Schadstoffen belastet ist. Bereits 2012 waren für die Entsorgung des Sondermülls Kosten in Höhe von knapp 100.000 Euro ermittelt worden. Robert Schall (SPD) konnte sich vorstellen, das Altlast-Material konzentriert auf dem Gelände zu belassen. Gudrun Rempe (Grüne) zeigte sich verwundert, dass der Antrag keine Kosten/Nutzen-Analyse enthalte: „Das ist fahrlässig.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Jahrzehnten ist der eutrophe Bordesholmer See ein schwieriger Patient. Nährstoffe sind das Problem, vor allem Phosphat. Am 11. September wird es in Bordesholm einen See-Gipfel mit den Vertretern aller Anrainerorte von Mühbrook bis Blumenthal geben.

Frank Scheer 29.08.2018

Eine ausgebüxte Kuh sorgte am Mittwochmorgen für eine kurzfristige Vollsperrung der Autobahn 7 in Höhe des Bordesholmer Dreiecks. Nach Angaben von Polizeipressesprecher Rainer Wetzel hatte es ein Rind von der nahe gelegenen Weide auf die Richtungsfahrbahn nach Süden geschafft.

Frank Scheer 29.08.2018

Der Umbau der Jahnstraße vor der Grundschule in Nortorf ist beschlossen. 580.000 Euro werden für die Veränderung der Verkehrsfläche, die sich Schulbusse, Elternautos und Schüler teilen, in den Nachtragshaushalt 2018 eingeplant.

Beate König 29.08.2018