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Rendsburg Nein zur Verlegung des Amtssitzes
Lokales Rendsburg Nein zur Verlegung des Amtssitzes
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17:52 27.03.2018
Von Sven Janssen
Für eine Erweiterung des Amtsgebäudes in Achterwehr (Mitte) fehlt der Platz, deshalb soll der Amtssitz nach Felde verlegt werden. Quelle: Sven Janssen

Amtsdirektor Joachim Brand und Hauptamtsleiter Andreas Kock stellten auf der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag vor allem die Gründe für den Neubau in Felde dar, wegen der der Amtssitz verlegt werden müsste. Finanziell werde der Bau Bredenbek für 20 Jahre jährlich mit rund 35.000 Euro belasten, weitere zehn Jahre mit 13.500 Euro. Sollte Felde 12,5 Prozent seiner zentralörtlichen Mittel zusätzlich in die Finanzierung geben, sinke der Betrag jährlich um rund 6000 Euro.

„Wir können nicht Ja sagen, wenn wir das Geld nicht haben“, stellte Ernst-Jürgen Krey (SPD) fest. Auf die Frage, wie er die Entwicklung des Amtes sehe, sagte Brand, dass die Verwaltung digitaler und moderner werde. Ob man dafür zwingend einen zentralen Standort brauche, könne er nicht sagen. Den zu suchen sei aber der Auftrag an die Verwaltung gewesen. Spannend wird die Frage hinsichtlich eines weiteren Grundstückangebotes in Felde, das dem Amtsausschuss erst am Mittwoch bekannt gemacht wurde. Nahe dem Bahnhof gelegen ist es weniger zentral, aber rund ein Drittel günstiger. „Das muss jetzt nicht geklärt werden“, sagte Brand, beide Grundstücke befänden sich in Felde, somit sei das unabhängig vom Beschluss zur Amtssitzverlegung.

Über den Standort könne die Gemeinde später gar nicht mehr entscheiden und auch an der Entscheidung, wie teuer das Amtsgebäude gebaut wird, sei die Gemeinde nicht mehr beteiligt, sondern alleine der Amtsausschuss, sagte Bürgermeister Bartelt Brouer (SPD). Die Forderung Feldes nach einem kostenlosen Gemeindebüro im neuen Gebäude und der Nutzung des Sitzungssaales habe Bredenbek sehr überrascht. „Darüber, ob Felde Miete für den Raum zahlen muss, ist noch nicht gesprochen worden. Da müssen wir noch viele Hausaufgaben machen“, sagte Brand. Bei den zentralörtlichen Mitteln könne man nur an Felde appellieren, die Entscheidung für einen freiwilligen Zuschuss treffe die Gemeinde alleine.

„Wir sollten den Vorschlag ablehnen, nachverhandeln und den Druck auf den Kessel von Felde erhöhen“, sagte Peter Böge (CDU). Dem folgte die Gemeindevertretung einstimmig.

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