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Rendsburg Bronzebüste von Heinrich de Haan enthüllt
Lokales Rendsburg Bronzebüste von Heinrich de Haan enthüllt
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17:50 05.04.2009
Rendsburg

Mein Vater war eine Symbolfigur. Ich war der Meinung, dass das im Stadtbild dargestellt werden sollte“, erklärte Wolfgang de Haan. Er gab die Büste bei dem Brammeraner Künstler Manfred Sihle-Wissel in Auftrag. „Mit dem Ergebnis bin ich hundertprozentig zufrieden“, freute sich der 83-Jährige während der Feierstunde im Alten Rathaus. Sihle-Wissel habe sowohl die äußeren Merkmale als auch die Wesenszüge genau getroffen.

Heinrich de Haan galt bei seinen Zeitgenossen als besonnen, fleißig, zuverlässig und charakterfest. Sie schrieben ihm eine schnelle Auffassungsgabe sowie ein ausgesprochenes organisatorisches Talent zu, schilderte Stadt-Archivarin Regina Becker in ihrer Rede.

Nach Studium und Promotion an der Frankfurter Universität arbeitete de Haan zunächst bei einer Bank, bevor er ins Frankfurter Wirtschaftsamt wechselte. Den ersehnten führenden Posten in der kommunalen Verwaltung hatte er somit erreicht. Doch de Haan wollte mehr.

Er wollte Bürgermeister der damals von Krisen gebeutelten Stadt Rendsburg werden. Gegen 107 Kandidaten setzte er sich durch. Das war 1929. Bis 1934 stand er an der Verwaltungsspitze. Dann war es für die Nazis endgültig an der Zeit, einen Linientreuen auf den Bürgermeisterposten zu hieven.

De Haan ging als Kurdirektor und Bürgermeister nach Norderney. Es zog ihn als Kurdirektor weiter nach Bad Oeynhausen und Bad Wildungen. Doch von der Rendsburger Kommunalpolitik wollte er nicht lassen. Erst als Kämmerer, 1950 dann als Bürgermeister zog er in das Rathaus ein. Sieben Jahre währte seine zweite Amtszeit. Heinrich de Haan starb 1957 im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.

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