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Rendsburg Streit um hohe Friedhofs-Linden
Lokales Rendsburg Streit um hohe Friedhofs-Linden
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10:00 21.07.2018
Von Frank Scheer
Anlieger in der Gärtnerstraße in Brügge fühlen sich durch die hohen Linden in ihrer Lebensqualität beschnitten. Quelle: Frank Scheer
Brügge

„Es geht uns nicht um Schatten“, stellt Gisela Bleinagel klar. „Aber täglich müssen wir mindestens eine Schubkarre Laub und Totholz entsorgen, und das ab Mai. Dann der Lindenhonig, den die Bäume verteilen. Man kann man keine Wäsche draußen trocknen. Alles klebt“, schilderte die 79-Jährige. Was die Anlieger vor allem wurmt: „Es ist die Gleichgültigkeit, mit der wir immer abgewiesen werden“, beschrieb Karel-Sebastian Rind.

Problem sei nie ernsthaft angegangen worden

Gisela und ihr Mann Otto Bleinagel wohnen seit 50 Jahren in der Gärtnerstraße. Sie kennt die Linden noch aus der Zeit, als sie vier Meter hoch waren. Immer wieder hätte man das Gespräch mit Pastor Henry Koop in der jüngeren Vergangenheit gesucht. Eine Lösung ist aber aus Sicht der Nachbarn nie ernsthaft angegangen worden. „Wir bekommen immer nur gesagt, dass es sich um ortsbildprägende Bäume handelt, die man nicht antasten wolle. Der Ausspruch, sie hätten nicht herziehen müssen, sie wussten doch von den Linden, ist auch schon gekommen.“ Selbst ein Termin mit dem Kirchenamt vor zwei Jahren habe für keine Entspannung gesorgt. „Es passiert einfach nichts.“

Kirche will im Spätsommer Gespräch suchen

Pastor Koop meldete sich am Freitag trotz Urlaubs zu Wort. Er bestätigte, dass es wegen der Linden Streitigkeiten gebe. Das Problem werde aber keinesfalls vernachlässigt, stellte er klar. Seitens der Kirche sei man bemüht. „Es ist auch bereits Totholz geschnitten worden.“ Die Kirchengemeinde habe auch darüber nachgedacht, ob man die Linden auf den Stock setzen sollte. Aber da sind sich die Experten auch nicht einig, ob das gut sei oder nicht. Und eine solche Maßnahme koste viel Geld. Der Theologe versprach, dass Problem nach seinem Urlaub mit den Anliegern wieder zu erörtern.

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