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Rendsburg Wie Hunde die Hundstage gut ertragen
Lokales Rendsburg Wie Hunde die Hundstage gut ertragen
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14:47 27.07.2018
Eine Abkühlung mit dem Gartenschlauch kann eine Lösung sein, obwohl die Deutsche Dogge Fluse von Marc Lindhorst eher skeptisch als begeistert scheint. Fluse liegt einfach lieber im Schatten. Quelle: Sorka Eixmann
Mielkendorf

Das Problem: „Um sich abzukühlen, muss der Hund hecheln, damit er genügend Verdunstungskälte erzeugen kann. Allerdings kann der Hund durch das Hecheln auch nur Außentemperaturen von 28 Grad ausgleichen. Ist es wärmer, muss er sich zusätzliche Kühlung verschaffen“, betont der Experte in Sachen Hund. Die 28-Grad-Marke wurde längst geknackt, inzwischen liegen die Temperaturen bei weit über 30 Grad.

Hitzefrei in der Hundeschule von Marc Lindhorst

Dabei appelliert Lindhorst vor allem an den gesunden Menschenverstand. „Es sollte selbstverständlich sein, dass man Spaziergänge in der Mittagshitze unterlässt. Ebenfalls müssen Sport und Spiel unterbleiben.“ Lindhorst betreibt seit elf Jahren seine Hundeschule, seit sieben Jahren trainiert er mit seinen Schülern in Mielkendorf, doch derzeit nicht: „Aufgrund der Temperaturen haben wir sozusagen hitzefrei. Das mute ich keinem Hund zu“, betont der 43-Jährige.

Drei Hunde gehören in das Lindhorst'sche Privat-Rudel, alle drei wirken entspannt. Der Großpudel Herr Doktor hat sich einen Schattenplatz im Garten gesucht, die sechsjährige Dogge Fluse lümmelt sich auf den kühlen Fliesen im Haus und die Seniorin Pina, ein 13-jähriger Podenco-Dalmatiner-Mix, ist auf Schnuppertour – ebenfalls im schattigen Bereich des Gartens.

„Wir müssen bei diesen Temperaturen schon an die Gesundheit der Tiere denken. Dazu gehört auch, ihnen viel Wasser anzubieten, auch wenn man mit ihren unterwegs ist“, so Lindhorst. Die schönste Abkühlung ist natürlich ein Bad, aber auch da gibt es einiges zu bedenken: „Man sollte darauf achten, dass die Hunde kein Salzwasser schlucken, das kann zu Erbrechen und Durchfall führen. Eine schöne Abkühlung ist auch ein Planschbecken im Garten.“

Der Markt in Sachen Zubehör ist natürlich ebenfalls groß, es werden Kühlmatten und auch Kühlmäntel für den Vierbeiner angeboten. „Eine Kühlmatte kann als Liegeplatz angenommen werden, ein Kühlmantel ist nur empfehlenswert, wenn er kurzzeitig verwendet wird. Denn der Hund kann ihn, wenn es ihm zu kalt wird, ja nicht selbstständig ausziehen“, warnt Lindhorst.

Keine Tiere im Auto lassen, keine Spaziergänge auf heißem Asphalt

Erschreckend sind für den Hundeprofi immer wieder Fälle, in denen Hunde in Fahrzeugen zurückgelassen werden und elend im überhitzten Auto zugrunde gehen. „Dass sowas immer wieder, trotz der Informationen, passiert, ist entsetzlich.“ Gern empfiehlt der Fachmann auch den Selbstversuch beim Spaziergang: „Wer lange auf Asphalt geht, sollte mal die Schuhe ausziehen. Wenn der Mensch dort nicht mehr laufen mag, dann kann eine Hundepfote es auch nicht. Heißer Asphalt kann zu schweren Verbrennungen an den Pfoten führen.“

Eigentlich ist es aber auch während der Hundstage ganz einfach: „Lass den Hund einfach mal Hund sein. Gönne ihm Ruhe und Pausen auf einem Schattenplatz – und die Hundewelt ist in Ordnung.“

Von Sorka Eixmann

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