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Rendsburg 404 PS, 30 Grad und ein Feuerlöscher
Lokales Rendsburg 404 PS, 30 Grad und ein Feuerlöscher
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07:00 26.07.2018
Der Massey Ferguson 7382 AL ist mit rund fünf Stundenkilometern auf dem Feld von Werner Jacobsen in Mielkendorf unterwegs. Quelle: Sorka Eixmann
Rodenbek

2017 sah das Ernteverhalten anders aus. Immer wieder gab es starke Regenfälle. „Wir waren unter Druck, um fertig zu werden. In diesem Jahr gibt es keinen Druck aufgrund des Wetters, und auch die Probleme mit dem Festfahren auf den nassen Äckern bleiben uns erspart“, erklärt Fock. In diesem Jahr ist alles anders, allerdings auch nicht einfacher, denn: „Die anhaltende Trockenheit macht den Landwirten zu schaffen. Seit April hat es keinen nennenswerten Niederschlag mehr gegeben. Das ist nicht einfach.“ Die Verluste sind auch in Zahlen erkennbar. „Normalerweise hat man als Ertrag 4,5 Tonnen pro Hektar, in diesem Jahr liegen wir bei zwei bis drei Tonnen“, so der Fachmann.

Raps gilt als gute Frucht

Neben dem Lohnunternehmen ist der 54-Jährige gelernter Landwirt und bestellt auch seinen eigenen Betrieb – er kennt die Ernteverluste also gut. „Die Natur hat es in den vergangenen zwei Jahren nicht so gut mit den Landwirten gemeint. Im Herbst kam die Saat wegen der Nässe kaum vernünftig in den Acker, nun konnte sie sich kaum gut entwickeln.“ Dabei gilt der Raps als gute Frucht „wegen seiner bis zu 35 Zentimeter tiefen Verwurzelung“. Obwohl: „Bei dem Wetter haben die Pflanzen das aber kaum geschafft.“

Ein Auge immer auf dem Computer

Während er fährt, hat Fock immer ein Auge auf dem Computer, der ihm alle wichtigen Daten und Fakten anzeigt. Das zweite Auge pendelt sozusagen zwischen Maschine und Feld hin und her. „Ich bin froh, dass alles gut läuft, bei den Temperaturen möchte man nichts reparieren müssen“, sagt Fock und grinst. Mit 404 PS und einer Schneidwerkbreite von 7,70 Metern geht es über das Rapsfeld.

Drescher kann sieben Tonnen Korn transportieren

„Eigentlich soll Gerste ab Mitte Juli gedroschen werden und der Raps erst am Ende. Aber in diesem Jahr ist alles anders“, sagt Fock. „Bei der Feuchtigkeit liegen wir gerade bei neun Prozent, genau die soll der Raps auch haben. Jetzt noch Geld für die Trocknung ausgeben zu müssen, wäre fatal.“ Bis zu sieben Tonnen Korn kann der Ferguson transportieren, bevor er in den Container umladen muss, der dann zum Raiffeisen-Lager nach Felde gebracht wird.

Hohe Gefahr von Flächen- oder Maschinenbränden

Selten war die Gefahr von Flächen- oder Maschinenbränden so groß wie jetzt. Vergangene Woche war Fock dabei, als bei Clemens Sjöberg auf Gut Annenhof drei Hektar Weizen verbrannten. „Wir waren mit der Scheibenegge da, um sofort den Boden aufzureißen.“ Auch Landwirt Jacobsen hat vorgesorgt. „Im Falle eines Brandes ist der Schlepper mit Egge einsatzbereit.“ Vorsorge trifft Fock aber auch selbst: „Bevor ich mit dem Dreschen beginne, wird alles – ob Kühler oder Motor – sorgfältig saubergepustet.“ Sicher ist sicher.

Von Sorka Eixmann

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