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Rendsburg Gutachten: Sanierung kostet 285000 Euro
Lokales Rendsburg Gutachten: Sanierung kostet 285000 Euro
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09:10 10.11.2018
Von Frank Scheer
Heike Lambrecht untersuchte die Klostermauer für eine Bestandsaufnahme inklusive Sanierungsplan, den sie am Freitag in Bordesholm vorgestellt hat. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm

Heike Lambrecht, Expertin für denkmalgeschützte Bauten, die am Freitag im Haus der Kirche ihr Sanierungsgutachten vorstellte, schlägt zwei Abschnitte vor. Begonnen werden soll mit dem Bereich am Ehrenmal (50000 Euro). 2019/2020 könnte die 50 Meter lange Mauer zum See hinunter (235000 Euro) saniert werden.

Wenn nichts passiert, fällt die Mauer irgendwann um

Der Kulturverein Bordesholm hat das Thema im Frühjahr, wie berichtet, in die Diskussion gebracht. „Die Mauer, die ich auf das 15. Jahrhundert datiere, ist Geschichte des Orts. Das Denkmal gehört zur Klosterinsel wie Linde und Kirche. Aber in den letzten 50 Jahren hat sie stark gelitten, weil nichts gemacht wurde – irgendwann fällt sie um“, so Vorstandsmitglied und Archäologe Wolfgang Bauch. Er nannte ein Beispiel von Nachlässigkeit: 1966 habe die Gemeinde eine Sanierung, die 8000 DM kosten sollte, abgelehnt.

Großer Fehler: Fugen sind mit Zement gefüllt worden

Andere gedankenlose Dinge nannte Heike Lambrecht. Viele Fugen sind in der Vergangenheit mit Zement verfüllt worden. „Dadurch konnte die Feuchtigkeit aus den Mauerziegeln nicht vernünftig entweichen. Bei Frost platzte wieder etwas ab.“ Außerdem sei in vielen Bereichen die Mauerabdeckung nicht mehr vorhanden. Regen könne ohne Probleme ins Innere eindringen. Das Fundament sei brauchbar, der Anschluss an die darauf stehende Mauer problematisch. Ihr Gesamtfazit: „Es ist nicht mehr fünf vor Zwölf, sondern weit danach.“ Weil die Mauer in Teilbereichen „zur Seite kippt“, erinnerte sie auch an die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde. Aus ihrer Sicht sollten die Bereiche um die Mauer abgesperrt werden.

Finanzierungen sollen ausgelotet werden

Der Kulturvereinsvorsitzende Reinhard Koglin betonte, dass mit Gemeinde und AktivRegion Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten ausgelotet werden sollen. Bürgermeister Ronald Büssow betonte, dass man „eine moralische Verpflichtung“ zur Sanierung habe. „Ich werde für eine Akzeptanz in den Gremien und Öffentlichkeit werben. Aber wir haben nicht beliebig viel Geld. Ich erwartet aber eine Unterstützung.“

Heinz Gröning, Regionalmanager der AktivRegion Mittelholstein, ist zuversichtlich, dass Zuschüsse für die Sanierung möglich sein werden.

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