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Keine Post: Ärger über Zustellung

Krummwisch Keine Post: Ärger über Zustellung

Kommt heute wieder Post oder nicht? Die tägliche Zustellung ist für Runa und Dankwart Borkenstein in Krummwisch zum Problemfall geworden. Es gibt Tage, da wird das Ehepaar bitter enttäuscht. Das ist kein Einzelfall: Auch andernorts nehmen die Klagen über die Post zu.

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Kommt die Post heute? Runa Borkenstein in Krummwisch schaut immer häufiger vergeblich in den Briefkasten.

Quelle: Torsten Müller

Krummwisch. „Es gibt kein Recht auf eine bestimmte Zustellzeit, aber es gibt ein Recht auf werktägliche Zustellung: von montags bis sonnabends“, versichert Martin Grundler, Pressesprecher der Deutschen Post DHL Group in Hamburg. Runa und Dankwart Borkenstein haben da eigene Erfahrungen: „Seit einem Jahr bekommen wir montags nur noch selten Post.“ Doch seit Ende November, als der Zustellbezirk offenbar neu geschnitten wurde, veränderte sich in der Wahrnehmung des Ehepaars noch mehr. Danach kam die Post am Montag ganz früh, am Dienstag und Mittwoch gar nicht, Donnerstag und Freitag lag wieder Post im Kasten und am Sonnabend erhielt sie nur durch Zufall: „Wir trafen den Postboten unterwegs. Er gab uns schnell die Post und sagte: Zu ihnen wäre ich heute sowieso nicht mehr gekommen“, staunten die Borkensteins. Auch die Nachbarin habe geklagt, weil sie an diesem Sonnabend nicht mal die eingeschweißte Werbung mit den Angeboten erhalten habe.

Auch in der Folgewoche ging das Paar mehrmals leer aus: Fehlanzeige am Montag, am Dienstag kam ein „Riesenberg“, am Mittwoch war wieder Fehlanzeige. „Es geht hier nicht um die Zusteller. Die tun, was sie können. Es geht um die Struktur der Post. Wir haben den Eindruck, sie spart zu unseren Lasten“, sagt Dankwart Borkenstein. Er muss seine Post wegen zu wahrender Fristen rechtzeitig erhalten. Doch selbst Einschreiben kämen spät. Seine Frau führt jetzt akribisch Buch. Die Borkensteins haben sich bereits unter der Servicenummer der Post beschwert – auf den zugesagten Rückruf warten sie bis heute. Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte die Post am Montag, dass „die pauschale Kritik nicht nachvollziehbar“ sei. Es habe in Krummwisch in den vergangenen Wochen und Monaten „keine größeren Probleme“ gegeben. Sicher könne es in der Vorweihnachtszeit wegen der großen Mengen hier und da mal haken.

Aber auch Gemeindevertreter in Kronshagen klagen über die Unzuverlässigkeit bei der Zustellung. Vom Rathaus mit der Deutschen Post verschickte Einladungen und Vorlagen für Sitzung hätten im eigenen Ort teilweise mehr als eine Woche gebraucht. Vorbereitungen auf Tagesordnungspunkte waren nicht mehr möglich. Bürgermeister Ingo Sander (CDU) sucht jetzt das Gespräch mit dem gelben Riesen.

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Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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