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Rendsburg Eltern spenden für Sternenkinder
Lokales Rendsburg Eltern spenden für Sternenkinder
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06:02 13.04.2018
Tanja von Rohden fotografiert sogenannte Sternenkinder. Quelle: Tanja von Rohden
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Flintbek

„Das ist toll und ein Teil der Trauerbewältigung“, sagt Pastorin Simone Sommer aus Flintbek und unterstützt das Projekt Sternenkind. „Der Erlös aus dem Eltern-für-Eltern-Basar aus dem vergangenen Jahr möchten wir spenden“, erklärt Sommer, die jetzt gemeinsam mit ihrer Mitstreiterin Nadine Hamann an die Sternenkind-Fotografin Tanja von Rohden einen Scheck in Höhe von 500 Euro überreichte.

Gerade rechtzeitig, denn am Sonnabend,, 15. April, öffnet der Basar, der bis 2017 als Aktion Familien helfen Familien bekannt war, erneut im Gemeindezentrum seine Türen. „In der Zeit von 10 bis 14 Uhr können Schnäppchenjäger wieder auf ihre Kosten kommen. Kleidung, Spielsachen, alles wird angeboten“, erklärt Hamann, die den Basar gemeinsam mit Andrea Callsen, Ilka Loth und der Pastorin organisiert.

Es ist immer noch ein Tabu, dabei ist es ein Teil der Trauerbewältigung

Der Blick auf das Sternenkind-Projekt kam nicht von ungefähr. „Ich habe auch ein Kind verloren und wäre über die Möglichkeit, Fotos von ihm zu haben, sehr froh gewesen“, erinnert sich Simone Sommer.

Nadine Hamann ereilte ein ähnliches Schicksal, auch für sie steht fest: „Fotos wären eine schöne Erinnerung gewesen.“ Einen weiteren Aspekt führt die Pastorin an: „Es ist leider immer noch ein Tabu, Fotos machen zu lassen. Das ist nicht pietätlos. Als Mutter und Pastorin kann ich sagen, das ist ein Teil der Trauerbewältigung.“

Seit 2013 gibt es das Sternenkind-Projekt

Über die Anerkennung durch die Flintbeker freuen sich neben Tanja von Rohden auch Silke Wingert, Rea Papke und Sabrina Zimmermann. Die vier Frauen gehören zu den sieben Fotografinnen, die im Bereich Kiel für Sternenkind tätig sind. Ehrenamtlich, versteht sich. „Wir nehmen kein Geld für unseren Aufwand“, betont von Rohden. Seit 2013 engagieren sich die vier Frauen, 2017 gab es 50 Sternenkinder im Bereich Kiel.

„Es ist berührend, traurig, aber auch ein wunderbarer Moment, den wir mit den Eltern teilen. Wir haben eine Brückenfunktion“, erläutert Silke Wingert. Denn: „Es ist das erste und auch das letzte Foto, das von den Kindern gemacht wird und damit für die Familien sehr wichtig.“ Weitere Fotografen für den Bereich Kiel werden gesucht.

Von Sorka Eixmann

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