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Rendsburg Leben retten im Rhythmus der Musik
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19:31 06.06.2018
Berrit Overath vom UKSH-Institut für Rettungs- und Notfallmedizin demonstriert die Herzmassage. Quelle: Sven Janssen
Nortorf

Nach zwei intensiven Stunden, in denen sich alles um die Herzdruckmassage drehte, stand für das Ehepaar Helga und Heinz Hartwig aus Nortorf fest: "Man bekommt Mut, es zu machen." Mit "es" ist die Herzdruckmassage gemeint, die im Falle eines Herzstillstands lebensrettend sein kann.

Profis aus dem UKSH zeigen wie es geht

Als Experten waren Jennifer Hartz und Berrit Overath, beide Krankenschwestern am UKSH im Institut für Rettungs- und Notfallmedizin, dabei. Sie machten zu Beginn der Veranstaltung deutlich: "Sie können nichts falsch machen, es sei denn, Sie machen nichts", betonte Jennifer Hartz. Und ließ die Teilnehmer über imposante Zahlen staunen, denn: "Wir haben bundesweit 80.000 bis 100.000 Fälle von plötzlichem Herztod in Deutschland. Nur 34 Prozent der Bevölkerung führt Wiederbelebung durch. Damit liegen wir weit hinter Skandinavien, dort werden solche Kurse bereits in der Schule angeboten", erklärte Hartz.

Viele trauen sich nicht zu helfen

Sie stellte die Frage in den Raum, woran das liegen könnte - und die Teilnehmer wussten Bescheid. Unwissenheit und Unsicherheit seien die Hauptgründe. "Genau dagegen wollen wir mit diesem Kursus ankämpfen." Schritt für Schritt erklärten sie anschaulich, was in einem Fall - eine bewusstlose Person wird gefunden - zu tun ist. Die Übungspuppe Anne wurde verteilt, alle brachten mit ordentlich Puste die Puppe in Form und dann wurde Herzdruckmassage geübt. "Schön im Takt, am besten eignen sich Musikstücke wie Stayin alive oder auch Atemlos. Und man sollte mindestens fünf Zentimeter tief, direkt mittig auf der Brust, drücken", so die Anweisung. Und es wurde im Takt gedrückt, bis Anne knackte.

"Es ist anstrengend, aber es klappt", freute sich Hausherrin Renate Bauer, die ebenfalls beim Kursus dabei war. Die Überlebensrate verdoppelt sich bei sofortiger Wiederbelebung durch Laien, sicher ein Argument, die anstrengende Prozedur durchzuhalten. Am Ende waren alle zufrieden, die Puppen durften mit nach Hause, denn: "Sie sind unsere Multiplikatoren. Zeigen sie es im Freundeskreis, bei Nachbarn, denn es kann jeden treffen, jederzeit", so Overrath.

So lief der Erste-Hilfe-Kursus "Leben retten" von "KN hilft" in Nortorf.

Von Sorka Eixmann

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