Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Rendsburg Mit Freude bei der Arbeit
Lokales Rendsburg Mit Freude bei der Arbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:08 22.07.2018
Von Torsten Müller
Vor der Kulisse des Herrenhauses arbeiteten die Retriever, wie auf dem Foto Labrador-Hündin Ida, mit Begeisterung beim ersten Workingtest auf Gut Bossee. Quelle: Torsten Müller
Westensee

Retriever sind Hunde für die Arbeit nach dem Schuss“, sagt Mitorganisatorin Christiane Braaker-Lohnert aus Eckernförde. Als Schoßhunde würden sie sich langweilen. Bei der Jagd sind diese Vierbeiner in ihrem Element und erfüllen eine wichtige Aufgabe: Alles, was vom Himmel fällt, müssen sie finden und bringen. Enten, Gänse, Fasane.

Retriever können sich viel merken

Retriever besitzen erstaunliche Fähigkeiten. „Sie verfügen über eine große Merkfähigkeit, sind lenkbar und zeichnen sich durch Bringfreude aus“, sagt Christiane Braaker-Lohnert, Mitglied in der Bezirksgruppe Schleswig-Holstein im Deutschen Retriever Club. Zudem seien diese Hunde „weichmäulig“: Sie bringen die Beute unversehrt zum Jäger.

Der Workingtest simuliert die Situation einer Jagd. Die zu Boden fallende Ente ist ein 500 Gramm schwerer grüner Dummy. Die Anfängergruppe beginnt am Morgen im Gutsgarten mit dem Blick auf das Herrenhaus. In der Wartestation herrscht Ruhe. Kein Hund bellt; Retriever strahlen Ruhe aus.

Der Labrador muss beim Test hundertprozentig gehorchen

Silke Hoffmann ist die erste ihrer Gruppe: Sie nimmt Labradorhündin Ida auf der großen Wiese von der Leine. Jetzt muss das junge Tier hundertprozentig gehorchen und darf nur noch auf Kommandos reagieren; der Halter darf seinen Hund nicht mehr anfassen. Ein Schuss fällt, und ein Helfer wirft den Dummy in einen Graben. Ida hat die Szene hochkonzentriert beobachtet, doch hinter ihr fällt plötzlich ein zweiter Schuss, erneut fliegt ein Dummy durch die Luft. Ida muss beide Fälle hintereinander lösen und erfüllt die Aufgaben hervorragend.

Ohne Disziplin ist die Jagd nicht möglich

Von Prüfungsleiter Thomas Kühn erhielt Silke Hoffmann für die erste Aufgabe aber nur neun von zehn möglichen Punkten, weil ihm die Suche im Graben zu lange dauerte. Ein Folgehund schied sogar aus der Prüfung aus, weil er mit einem Geräusch einen Protest signalisierte. Er wollte sich gleich auf die Erfüllung der ersten Aufgabe stürzen, ohne sich die zweite anzuschauen. „Jagdhunde müssen gehorsam sein, ohne Disziplin ist die Jagd nicht möglich, denn da sind auch viele andere Hunde“, sagt Christiane Braaker-Lohnert. Ein Workingtest ist für sie kein Sport, sondern „Teamarbeit“.

Fotostrecke: Mit Freude bei der Arbeit
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Rund 1000 Quadratmeter abgeerntetes Kornfeld sowie 50 Meter Knick haben am Sonnabendmittag an der Brügger Chaussee gebrannt. Die Freiwilligen Feuerwehren Wattenbek und Brügge übernahmen die Löscharbeiten. Das gab die Polizeistelle Neumünster am Sonntagmorgen bekannt.

22.07.2018

Die mehr als 70 Jahre alten und 30 Meter hohen Linden auf dem Friedhof in Brügge sind Anliegern in der Gärtnerstraße ein Dorn im Auge: Ab Mai Laub, viel Totholz und der Honig der Linden stören. Das Problem werde von der St. Johanniskirche heruntergespielt. Pastor Henry Koop sieht das nicht so.

Frank Scheer 21.07.2018

Im kommenden Monat feiert der Achterwehrer Ortsteil die erste urkundliche Erwähnung vor 750 Jahren. Jetzt wurde an der Rendsburger Landstraße der Gedenkstein aufgestellt. Er macht klar: Schon vor 2500 Jahren lebten in Schönwohld Menschen. Sie begruben ihre Toten in Urnen.

Torsten Müller 21.07.2018