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Rendsburg Bürgerentscheid erst im September
Lokales Rendsburg Bürgerentscheid erst im September
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18:55 10.02.2017
Darum geht es: Der Veranstaltungs- und Reitplatz (vorne) in Bordesholm an der L 318. Quelle: Sven Janssen
Bordesholm

Ziel der Grünen ist es, das überwiegend gemeindeeigene Areal „als vielfältig nutzbaren Naturraum für alle Altersgruppen durch direkte und verbindliche Bürgermitbestimmung im Vorfeld der Bauleitplanung zu erhalten“. Bei einer Bürgerversammlung informierte Grünen-Sprecherin Ursula Schulz-Ehlbeck am Donnerstag, dass ab März mit der Sammlung der für den Bürgerentscheid notwendigen 658 Unterschriften begonnen wird. Die Fragestellung: Soll die Beschlussfassung der Gemeindevertretung.... zur Bebauung des Festplatzes aufgehoben werden?

 Dieses Bürgerbegehren ist noch nicht genehmigt. Die Grünen müssen noch Vertretungsberechtigte benennen und den Antrag bei der Kommunalaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde einreichen. Die hat für eine Entscheidung bis zu sechs Wochen Zeit. Nach Abschluss der Unterschriftensammlung steht eine erneute Prüfung an. Bei jeder Signatur muss geprüft werden, ob der Unterzeichnende in Bordesholm wahlberechtigt ist – daher ist der Landtagswahltermin nicht machbar. Das Amt bräuchte bis zum 26. März die Zusage, damit die Wahllisten und Benachrichtigungen erstellt werden können. Auch ein anderer Termin im Juli/Juli wäre möglich: Aber bei einer große Wahl wie im September ist die Beteiligung größer.

 „Alle Bürger sollen gut informiert werden und das ist bis September besser möglich“, betonte Carola Ketelhodt, die für die Grünen als bürgerliches Mitglied den Umweltausschuss leitet und das Treffen geleitet hat. Sie persönlich schließt eine Bebauung nicht aus, aber erste Idee mit 80 bis 100 Einheiten seien ihr zu massiv. „Das ist ja ein neuer Stadtteil.“ Mit dem Begehren wollen die Grünen eine breitere Bürgerbeteiligung starten. Alternativen im Ort seien auch viel zu wenig beleuchtet worden. Die Frage sei auch, ob man angesichts der Kosten den bezahlbaren Wohnraum für Familien anbieten kann? In der dreiköpfigen Grünen-Fraktion gibt es auch unterschiedliche Ansichten. Während Gabriele Steffen eine Bebauung aus ökologischer Sicht ablehnt, schließt Ursula Schulz-Ehlbeck sie nicht kategorisch aus.

 Positiv war, dass die Versammlung auch Bürger angelockt hat. Hannelore und Wolfgang Kuhnke zum Beispiel, die oft mit ihren drei Hunden dort spazieren gingen. „Ich finde es schade, dass der Platz geopfert werden soll.“

 Joachim Werner wohnt in der Arthur-Zabel-Straße neben dem Festplatz und wollte sich über den Sachstand informieren. Gemeindevertreter Gerd Stock appellierte: „Das Bürgerbegehren hat nichts mit der Frage der Bebauung zu tun, es wird nur einer Abstimmung der Weg geebnet. Also unterschreiben sie!“

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