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Rendsburg Blick auf die Geschichte von Tarek Saad
Lokales Rendsburg Blick auf die Geschichte von Tarek Saad
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06:00 23.01.2019
Von Florian Sötje
Regisseur Jonas Nahnsen (rechts) und Protagonist Tarek Saad freuen sich auf die Premiere von „First Line“, der am 12. Februar im Metro-Kino in Kiel Premiere feiert. Quelle: Florian Sötje
Felde/Kiel

Der Zufall brachte Jonas Nahnsen und Tarek Saad zusammen. Auf einer WG-Party kamen beide ins Gespräch. Jonas, Student der Medientechnik in Hamburg, war im Herbst 2017 gerade auf der Suche nach einem Thema für seine Bachelor-Arbeit. Er wollte einen Dokumentarfilm drehen.

Tarek erzählte ihm seine Geschichte: von der Flucht aus Syrien, dem Neustart in Felde und seinem politischen Engagement. Heute studiert Tarek an der CAU Kiel Politik- und Islamwissenschaft und ist Mitglied in der SPD. Seit dem 19. Dezember 2018 ist er neuer Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der schleswig-holsteinischen SPD.

40-minütiger Dokumentarfilm mit Kieler Premiere am 12. Februar

"Diese Geschichte birgt so viel Spannung und hat sofort mein persönliches Interesse geweckt", sagt Jonas. Das Thema für den Dokumentarfilm war gefunden, und Tarek machte mit. "Ich wusste, dass es ein großer Schritt wird, mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen", sagt Tarek. An sechs Drehtagen ist der 40-minütige Dokumentarfilm "First Line" entstanden, der am 11. Februar zunächst in Hamburg und am 12. Februar im Kieler Metro-Kino Premiere feiert.

Umstellung von Syrien auf Deutschland

Im Film geht es um Freiheit und Demokratie, sagt Jonas. Themen, die für Tarek zu Beginn seiner Zeit in Deutschland neu waren. Petra Paulsen, Bürgermeisterin von Felde, hatte zu dieser Zeit und hat noch immer eine enge Bindung zu Tarek. Sie bringt es im Film auf den Punkt: "Freiheit hat Tarek lernen müssen."

Der Trailer zum Film:

Politisches Engagement als ein zentrales Thema des Films

Natürlich ist auch Tareks politisches Engagement in der SPD ein zentrales Thema des Films. "Klar musste es auch um Politik gehen. Das ist das Alleinstellungsmerkmal von Tarek", sagt Jonas. Seinen Filmprotagonisten bei seinem Engagement zu zeigen, sei ihm wichtig gewesen. "Ich wollte diese Rolle von Opfer oder Täter, die Flüchtlingen medial immer wieder zugeschrieben wird, unbedingt aufbrechen."

Tarek: Ich bin kein Einzelfall. Viele Flüchtlinge wollen sich engagieren.

Tarek selbst betont, dass es ihm mit dem Film nicht um Aufmerksamkeit geht: "Es geht nicht um Tarek, es geht um das Thema. Ich bin kein Einzelfall. Es gibt viele Flüchtlinge, die sich engagieren wollen."

Im Internet anmelden für den Kinobesuch

Der Einlass zur Kieler Premiere des Films "First Line" am Dienstag, 12. Februar, im Metro-Kino, Holtenauer Straße 162, beginnt um 19.30 Uhr. Um 20 Uhr startet der Film. Die Anmeldungen für den Kinobesuch laufen über die Internetseite www.firstlinedocumentary.de

Der Eintritt zur Premiere ist frei. Im Anschluss an den Film ist eine Diskussionsrunde zum Film und dem gesellschaftlichen Kontext mit Jonas Nahnsen, Tarek Saad und den Zuschauern geplant.

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