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Rendsburg Norla-Flohmarkt zog 15.000 Besucher an
Lokales Rendsburg Norla-Flohmarkt zog 15.000 Besucher an
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19:29 05.08.2018
Von Torsten Müller
Glücklicher Finder: Michael Brodersen (rechts) aus Rendsburg vervollständigte seine Sammlung mit einem dänischen Tekno-Feuerwehrauto von 1942. Händler Tobias Kück aus Nortorf ließ sich bis auf 15 Euro herunterhandeln. Quelle: Torsten Müller
Rendsburg

Am Eingang erklärte ein Vater seinem unerfahrenen Sohn das Prinzip des Flohmarkt-Shoppens ganz einfach: „Du musst den Preis grundsätzlich drücken, immer nach unten.“ Manchem Händler stiegen ob dieser knallharten Taktik allerdings die Haare zu Berge. Nano Nonsen schien es auch so zu gehen. Er bot eine 105 Jahre alte Deckenleuchte, von Hand bemalt, an. Sie stammte aus einem herrschaftlichen Wohnhaus in Stralsund. 50 Euro hätte er gern dafür bekommen. Dass jemand nur 5 Euro für die Rarität geben wollte, fand seine Frau schon unverschämt.

Ein Meter Standfläche kostete 5 Euro

Familie Augustin aus Gettorf war dagegen bei der Schnäppchenjad richtig happy und erfolgreich. Katja schlug bei zwei Öllampen für insgesamt drei Euro zu, Hendrik drückte für eine Fäll- und eine Spaltaxt 20 Euro ab. „Das ist doch umweltschonend. Man kann doch auch mit gebrauchten Dingen arbeiten.“ Mutter Cornelia war bei einer alten Gießkanne schwach geworden: „Die passt gut zwischen die Blumen in meinem Garten.“ Vater Kalle zeigte sich vom Norla-Flohmarkt begeistert: „Der ist noch so normal. Viele private Händler, mit denen man schnacken kann – und es gibt einen großen Parkplatz.“ Seit 17 Jahren veranstaltet Wilfried Wagner dieser Markt. Ein Meter Standfläche kostet 5 Euro. „Kinder zahlen nichts“, sagte er.

Shoppen - auch wenn zu Haue kein Platz mehr ist

Barbara Sort und Kerstin Alm aus dem Rendsburger Umland hatten um 10 Uhr ihre beiden Handwagen schon einmal im Auto entleert. Jetzt begann die zweite Runde. Porzellan, Kristall, Emaille und gerne auch Metall- und Holzkisten sollten es sein. Eigentlich sei zu Hause gar kein Platz zum Stellen mehr vorhanden, räumten die beiden ein. Aber dann müsse eben anderes Platz machen.

Sammler bekam leuchtende Augen

Auch Michael Brodersen aus Rendsburg ist ein leidenschaftlicher Sammler. Miniatur-Feuerwehrautos haben es ihm angetan. Etwa 1600 alte Modelle hat er schon. Am Stand von Tobias Kück aus Nortorf erstand er ein weiteres: ein dänisches Tekno-Feuerwehrauto von 1942. „Der Fünf-Tonner hat ein Chevrolet-Fahrgestell“, erkannte Brodersen sofort. Trotz seiner leuchtenden Augen gelang es ihm, den Schatz von 30 auf 15 Euro herunterzuhandeln. Beide Seiten schienen zufrieden zu sein. Etwas wehmütig wirkte dagegen Händler Adolf Koch aus Kaltenhof. Der 78-Jährige war aus Altersgründen zum letzten Mal dabei.

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