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Rendsburg Kinder retten gestürzte Frau
Lokales Rendsburg Kinder retten gestürzte Frau
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16:11 06.11.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Lasse Birth (links) und Till-Harm Raap haben einer 86 Jahre alten Frau nach einem Sturz geholfen. Für die beiden Polizeibeamten Mattes Eden und Stephan Andersen war es ein besonderer Einsatz. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Fockbek

Es geschah Mitte Oktober auf einem Sandweg, der sich zwischen Bäumen, Gartenzäunen und einer Viehweide vom Pflegehaus "Seeblick" und der Wohnanlage "Am See" zum Parkplatz eines Supermarkts schlängelt. Der Pfad ist beliebt bei den Bewohnern, sagt Birte Westphal, die Leiterin.

Die Frau lag im Graben

Auf einer Holzbrücke führt der Pfad über einen Bach. An einem Mittwochnachmittag entdeckten die beiden Freunde Lasse Birth und Till-Harm Raap eine Frau, die im Graben lag. "Wir dachten, sie sammelt Beeren", sagt der elfjährige Lasse Birth. Er war mit seinem Freund Till-Harm Raap mit dem Fahrrad unterwegs.

Zunächst rollten die beiden an der Frau vorbei, stutzten dann, kehrten zurück, stiegen von den Fahrrädern ab. Die Frau war gestürzt. Ihre Gehhilfe stand auf der Brücke.

"Wir waren aufgeregt"

Lasse: "Wir haben voll gezittert und waren aufgeregt. Wir haben uns gefragt, was los ist." Die beiden Jungs behielten die Übersicht. Till-Harm: "Ich habe die 110 gewählt und Lasse mein Handy in die Hand gedrückt."

Lasse rannte zum Supermarkt, über den Parkplatz, zur Straße. Der Notruf erreichte derweil die beiden Polizeibeamten Stephan Andersen und Mattes Eden. Ihr Einsatz im Nachbardorf Hohn war grade zu Ende. Mit Blaulicht und Sirene ging es nach Fockbek.

"Im Laufschritt über den Sandweg"

Mattes Eden: "Lasse stand schon an der Ecke und hat mit seinem Handy gewunken. Und dann ging es im Laufschritt den Sandweg entlang."

Bis dahin kümmerte sich der zehnjährige Till-Harm um die gestürzte Frau. Sie war mittlerweile wieder ansprechbar. Ein Rettungswagen und eine Notärztin kamen, halfen der Frau auf die Beine. Es war noch einmal gut gegangen, die Greisin konnte zurück ins Pflegeheim.

"Das würde man sich öfter wünschen"

Dass Kinder wie Lasse und Till-Harm so helfen, "ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit", sagt Polizeihauptmeister Stephan Andersen. "Das würde man sich öfter wünschen, dass man Verantwortung übernimmt und Hilfe einleitet", meint Birte Westphal, die Leiterin Altenheims. Auch sie bedanke sich mit Geschenkpaketen.

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