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Rendsburg Frauen laden zum Weltgebetstag ein
Lokales Rendsburg Frauen laden zum Weltgebetstag ein
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10:11 02.03.2019
Von Beate König
Die Musiker brachten Schwung in den Weltgebetstag (von links) Sofie (8) und Lilli Richter (11), Mathies Rath, Anne Rummel und Maria Richter hatten sich mit mehreren Proben auf den Auftritt in St. Konrad vorbereitet. Quelle: Beate König
Nortorf

Im gesamten Kirchenkreis hatten Frauen in den Gemeinden am Freitag zum Weltgebetstag eingeladen. In St. Konrad in Nortorf wurde der Tag mit 50 Gläubigen dank mitreißenden Tönen von Musikern der Rendsburger Musikschule und landestypischen Köstlichkeiten aus Slowenien zum schwungvollen Fest.

Die neun Organisatorinnen aus der katholischen Gemeinde und das Musikerensemble hatte den ökumenischen Abend unter dem Motto „Kommt, alles ist bereit!“ gut vorbereitet. Inszenierte Dialoge, Fotos und ein kurzer Film, Live-Musik machten den inforeichen Gottesdienst abwechslungsreich. Honig, Weintrauben, traditionelles Gebäck kunstvoll Häkeldecken und Nelken als Symbolblume des Landes Slowenien auf dem Altar brachten die junge Nation nah.

„Heute gibt es nur Menschen erster Klasse!“

Vor Beginn des Gottesdienstes wurden die unbekannten Lieder, die vom Weltgebetstagskomitee vorgeschlagen worden waren, mit der Gemeinde einmal probehalber durchgesungen. Der Wiedererkennungswert erhöhte beim zweiten Durchgang im Gottesdienst deutlich die Freude an den modern-fröhlichen Liedern.

„Heute gibt es nur Menschen erster Klasse!“ stand als Wunsch und Vision über dem Gottesdienst. Fünf Frauen schlüpften für einen gespielten Dailog in die Rollen von Slowenierinnen. Aus ihren Lebensgeschichten wurde die Situation der Frauen und des Staates leicht erfassbar. Sie berichteten Ungleichbehandlung von Frauen im sozialistisch-kommunistischen Staat, der Slowenien bis zu seinem Befreiungskrieg 1991 war. Sie erzählten von Frauen, denen ein Studium verwehrt wurde, die keine Stipendien beantragen durften.

Berichte von der „Balkanroute“

Sie berichteten von Sloweniern, die emigrierten, damit sie als Gastarbeiter in anderen Ländern Geld für den Lebensunterhalt ihrer Familien verdienten, von der Benachteiligung der Roma im Land, die teils in Häusern ohne Strom und Wasseranschluss leben. Auch vom Grenzfluss Kolpa, der für tausende Flüchtlinge auf der „Balkanroute“ ein lebensgefährliches Hindernis darstellt, berichtete das Team.

Am Buffet zeigte sich: Jeder Gast wollte eine dauerhafte Erinnerung an den Festabend mit nach Hause nehmen: Stapelweise lagen anfangs Rezeptzettel neben den landestypischen Gerichten. Zum Schluss waren sie vergriffen.

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