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Rendsburg Gastank-Explosion noch ungeklärt
Lokales Rendsburg Gastank-Explosion noch ungeklärt
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10:42 07.03.2018
Von Beate König
Seit Mai 2017 blieb die Brandstelle in der Dorfstraße unberührt, auf dem Werkstattgelände lagerten auch Autos. Quelle: Beate König

Ein 3000-Liter-Flüssiggastank für Propan- und Butangas war während des Feuers explodiert. Teile flogen mit solcher Wucht durch die Luft, dass sie in den Wänden der Nachbarhäuser stecken blieben.

Das Unglück war Auslöser für eine Strafanzeige gegen Unbekannt, die der Bundesverband für Gasanlagentechnik (BFG) am 16. Juni stellte. Der BFG will aufklären lassen, ob in Langwedel nach dem Paragraf 308 des Strafgesetzbuches eine Sprengstoffexplosion herbeigeführt wurde.

„Im Regelfall sollte ein Druckgasbehälter nicht bersten können, er hat Überdruckventile“, erklärt Peter Ziegler, Vorsitzender des BFG, der auch Verbraucherschutzverband für alternative Kraftstoffe und Antriebe ist. Der BFG nimmt den Fall in Langwedel und eine Explosion in Bad Segeberg, bei der 2014 Feuerwehrleute verletzt wurden, zum Anlass, um bundesweit gesetzliche Bestimmungen für das Aufstellen und Betreiben von Gastanks einzufordern. „Ich will wachrütteln. Ein Unglück wie in Langwedel könnte uns tagtäglich passieren“, sagt Ziegler.

„Dem Tank müssen ausreichende Sicherheits- oder Überdruckventile gefehlt haben“, ist sich Ziegler sicher. Der Tank habe nach Erkenntnis der BFG drei Mal erkennbar Druck entlastet. Es konnte jedoch nicht genug des durch die Hitze ausgedehnten Gases entweichen. Es dauere fünf bis sechs Minuten bis zur Explosion des Behälters, wenn der Überdruck nicht abgebaut werde.

„In anderen Ländern gibt es Gesetze zum Einbau von Überdruckventilen in Tanks und zur Überprüfung, ob die verbauten Teile und Tanktypen zusammenpassen, in Deutschland nicht“, erklärt der BFG-Vorsitzende.

Der Kreisfeuerwehrverband fordert vom Kreis, er müsse seiner Aufgabe nach vorbeugendem Brandschutz nachkommen. „Die Kontrollen müssen schärfer und regelmäßiger werden“, sagt Kreisbrandmeister Matthias Schütte. Neben der Überprüfung aller Gastanks im Kreis fordert Schütte ein Kataster, in dem Standorte von Gastanks verzeichnet sind. Der Verband habe schon Kontakt zum Ordnungsamt und zur Gewerbeaufsicht aufgenommen, um Kenntnis über Tankstandorte zu erhalten.

Schütte will außerdem eine Aufbesserung der Personaldecke beim Kreis: Derzeit gibt es nur einen Brandschutz-Ingenieur für den gesamten Kreis.

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