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Rendsburg .Standortcheck für Geschäfte im Dorf
Lokales Rendsburg .Standortcheck für Geschäfte im Dorf
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11:52 08.12.2017
Von Sven Detlefsen
Lebensmittelhändler aus Leidenschaft: Uwe Rohr (62) führt mit dem Topkauf in Groß Vollstedt eines der wenigen erhaltenen Dorfgeschäfte in der Region. Quelle: Beate König

Das Dorf hat in der Region ein hervorstechendes Alleinstellungsmerkmal: Ein Bäckergeschäft und einen kleinen Supermarkt als Nahversorger. Vor drei Jahren begann der Handel- und Gewerbeverein, sich nach zukunftsfähigen Konzepten für den Erhalt der Läden umzusehen. Anlass sind die sinkenden Umsatzzahlen im Supermarkt. Für die wachsende Zahl älterer Bewohner werde ein Geschäft, das zu Fuß erreichbar ist, immer wichtiger, erklärte Vereinsvorsitzender Otto Christophersen.

Beim Standortcheck wurde untersucht, ob ein Markttreff in Wettbewerb mit vorhandenen Geschäften treten würde, berichtete Oliver Ohm vom Projektteam Markttreff der bbe Handelsberatung. „Wenn das Lebensmittelgeschäft Topkauf und der Bäcker im Ort mit ins Boot geholt werden, sind die Voraussetzungen gut, Fördermittel vom Land für den Aufbau eines Markttreffs zu erhalten.“

Lösungen sind für jedes Dorf individuell

„Es gibt keine Schraube, an der man dreht und es funktioniert wieder“, erklärte Prof. Ulrich Jürgens, der Veränderungen im Einzelhandel erforscht, in Richtung der Gemeindevertreter. „Das ist für jedes Dorf individuell.“ An 38 Standorten im Land gibt es Markttreffs, in denen immer eine Kombination von Angeboten zusätzlich zum Lebensmittelangebot zu finden ist. Eine Klönecke als Dorftreff, ein Friseur, ein Schlachter. Einige Geschäfte haben die Nische der Bio- oder der regionalen Produkte ausgebaut oder das Interieur des Ladens umgekrempelt.

„In Groß Vollstedt sind besondere Grundvoraussetzungen vorhanden“, berichtete Ingwer Seelhoff vom Projektmanagement Markttreff der ews Group vor 40 Zuhörern. „Es hat sich bereits ein Bürgerverein Markttreff gegründet, der am Konzept arbeiten will.“ Eine breite Basis von Unterstützern, die einen Markttreff mitträgt, ist ein wesentliches Element. Von der Gründung einer Bürgergenossenschaft, wie es in Kirchbarkau geschah, sind die Groß Vollstedter noch weit entfernt.

Gemeindevertretung berät am Montag

Nächster Schritt: Die Politik muss eine Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen. Mittel wurden dafür bereits vorsorglich in den Haushalt eingestellt, die Gemeindevertretung berät am Montag darüber. Rund 25.000 Euro kostet eine Studie. Bei der Aktivregion Mittelholstein können Fördermittel eingeworben werden, erklärte Seelhoff. Er warnte: Ein Automatismus sei die Studie nicht, sie kann auch zum Ergebnis kommen, das im Dorf die Voraussetzungen fehlen.

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