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Rendsburg Theaterstück zu Sterbehilfe
Lokales Rendsburg Theaterstück zu Sterbehilfe
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19:55 29.05.2016
Von Sven Janssen
Die beiden Chefärztinnen (Isabel und Karlotta) bemerken den kritischen Zustand der Patientin und stellen Oberschwester Barbara (Milla) und Schwester Annegret (Mira) zur Rede. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

Nachdem sich in einer Klinik die ungeklärten Todesfälle häufen, ermittelt Oberhauptkommissarin Morek (Margareta). Die terminale Sedierung von Herrn Tomann, Herr Roland (Jonathan), der zu viel Viagra schluckte, oder die alte Frau Hohenloher, die verstirbt, geben Rätsel auf.

 Für ihre todkranke Mutter, die sich quält, setzt die Tochter (Själla) alle Hebel in Bewegung. Sie möchte sie erlösen und macht dem Klinikpersonal verlockende Angebote. Nicht nur die Kommissarin steckt im Dilemma. Um den kranken Hund ihres Sohnes hat sie sich auf ihre ganz eigene Art gekümmert, aber das ist ja ein Hund. Auf witzige Art macht das Stück nachdenklich. Wo sind Grenzen, was ist moralisch vertretbar, muss man Sterbehilfe ablehnen oder ist der Wunsch der Patienten wichtiger und Sterbehilfe vielleicht vertretbar? Gemeinsam mit Theaterlehrer Nikolai Ruffert haben die Schüler der Theater AG das Stück von Werner Pöpping umgeschrieben, um tanzende Putzfrauen ergänzt und bieten auch Engeln und Teufeln von der Gemeinschaftsschule einen Gastauftritt. „Wir wollten ein aktuelles Thema aufarbeiten, sodass es alle verstehen“, sagte Ronja, die mit ihren Mitschülern seit Jahresbeginn probt. Eine Antwort, ob Sterbehilfe richtig oder falsch ist, gibt das Stück nicht. Aber es beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Richtungen und weiß, gut zu unterhalten. Auch wenn gelacht wird, regt es doch zum Nachdenken an. Am Ende geht jeder mit seinen eigenen Gedanken nach Hause. „Genau das ist es, was wir wollen“, sagen die Schüler. Der Eintritt zur Premiere und den Aufführungen am Dienstag, 31. Mai, und am Mittwoch, 1. Juni, jeweils um 19.30 Uhr, ist kostenlos. Um eine Spende für die Theaterarbeit wird gebeten. sen

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